Sonntag, 25. November 2012

Through the ages

So... da sitze ich hier und habe den halben Tag mit Zocken verbracht. Assassin's Creed 3 heißt das gute Spiel... das eigentlich mehr als gut ist... *hust*

Jeenfalls, jetzt habe ich aufgehört - für heute. Ich habe heute vielleicht zwei Hauptmissionen gespielt, der Rest war gefüllt mit Nebenquest und Jagd. Das Umland ist echt riesig, schon die Städte sich riesig, das Davenport-Gebiet auch, und alles zusammen genommen ist das Spiel wirklich gigantisch!

Äh, schwafel, schwafel, worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ah ja... ich wollte ein bisschen über die AC-Reihe schwanodrieren :D

Ich habe damals im Jahre 2008, als Assassin's Creed I für den PC herauskam (nach dem es schon ein Jahr lang für die Konsolen draußen war) Blut geleckt. Was mein Interesse erweckte war wirklich diese finstere, blutige, heimliche Tätigkeit des Assassinen, also eines Meuchelmörders der aus dem Nichts angreift und tötet und genauso ungesehen wieder verschwindet. Dann hatte das ganze noch historischen Kontext, im Sinne von "Wir sind Assassinen, also an die echten Assassinen angelehnt, nicht nur irgendwelche gedungenen Mörder" und da war das Spiel eigentlich so gut wie gekauft.

Ich fand es ziemlich geil... das Herumklettern war so schön intuitiv und Altair konnte auch mal offen in den Kampf gehen, der war nicht so schnell totzukriegen wie mein Freund Garrett aus den Thief-Spielen... ;) Und sich durch mittelalterliche orientalische Städte zu meucheln war schon sehr cool... auch wenn das Gameplay seine Mankos hatte, und Altair als Hauptperson mir nie so richtig nahe ging, ich bekam den Kerl nie so ganz zu fassen. Aber das Setting war klasse! Und das Klettern war toll. Und die Geschichte war gut, wenn auch irgendwie suboptimal erzählt. Und am Ende des Ersten Teiles wurde mir bewusst, dass wir bislang nur an der Oberfläche gekratzt hatten. Da hatte ich erst recht Blut geleckt.

Dann kam Assassin's Creed 2 und nach anfänglicher Skepsis hatte es mich gepackt, noch mehr als zuvor AC2. Das lag an zwei Dingen - oder eigentlich an drei? Erstens: Der Spielablauf war abwechslungsreich! Zweitens: Das Spiel hat es diesmal wunderbar hingekriegt, mir nicht nur einen Charakter vorzusetzen, den ich sofort mochte, es hat es auch noch geschafft, ihn würdig zu präsentieren. Der dritte Punkt, der da vielleicht wäre, ist der, dass ich die Renaissance einfach schon immer sehr interessant fand und das Setting bei mir total ankam. Auch, wenn ich anfangs sehr skeptisch war, ob Assassinen in der Renaissance funktionieren können.

Dann kam Brotherhood und es war eigentlich Assassin's Creed 2 mit ein paar netten Neuerungen im Gameplay und Spielablauf. Und einer Handlung, die sich wieder um die Borgia drehte, diesmal aber anders als in AC2. Falls das jetzt negativ klingt - das ist es nicht! Ich habe Brotherhood geliebt. Es gab mehr von dem, was ich so geliebt habe, und Roma war riesig und wunderschön, und das Beste: Ezio! Ich musste mich noch nicht von ihm verabschieden, sondern durfte ihn erneut durch ein ganzes Spiel begleiten. Yeah! Da ist es mir egal, dass manche meinen, an Brotherhood herumkritteln zu müssen, weil Cesare angeblich ein 08/15-Bösewicht sein über dessen Motive man eh nichts erfährt... ja, soll sich Ezio mit ihm zum Kaffeekränzchen treffen und ihn dabei über sein Leben und seine Pläne ausfragen, während Cesare seinem Erzfeind alles brühwarm erzählt? Nein, das war schon gut so, wie es war.

Dann spielte ich Revelations, und es hat mir natürlich auch gefallen, allerdings... irgendwie war es mir zu kurz (in 2 Tagen hatte ich es durch) und mit dem Istanbul des frühen 16. Jahrhunderts kam ich auch nicht so recht klar... d.h. ich wurde mit dem Setting nicht so recht warm. Ich weiß auch nicht, warum mir Revelations weniger gefallen hat als die beiden anderen Teile der Ezio-Trilogie. Es ist mehr so ein Gefühl, als hätte mir in Revelations etwas gefehlt. Und ich kann es nicht beschreiben. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, den unterm Strich war Revelations auch ein sehr gutes Spiel. Nur, denke ich, das Setting und die Spielzeit... irgendwie habe ich auch gar keine Nebenmissionen gefunden, obwohl es die doch gegeben haben muss... Obwohl auch Revelations seine großen Momente hatte, ich nenne nur mal das Ende als Ezio Altairs Skelett findet oder die grandiose Bardenmission, in der sich Ezio als Barde verkleidet um Prinz Suleiman zu beschützen... allein schon für diese Mission hat das Spiel sich gelohnt, so geil!

So, und vor ein paar Tagen kam dann Assassin's Creed 3 bei mir an. Wir verließen also die Renaissance und landeten im 18. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung, im kolonialen Amerika dass für seine Unabhängigkeit kämpft. Das Setting gefällt mir schon viel besser als Istanbul. Die amerikanische Revolution finde ich ziemlich spannend und ist als Setting in einem PC-Spiel ja nun wirklich selten vorgekommen bis jetzt. Da lernte ich erstmal Haytham Kenway kennen, der mir, gerade als ich entschied, dass ich ihn ganz gerne hab, in die Fresse trat mit dieser WTF-Mindfuck!!!-Enthüllung. Bastard... >.< Aber zumindest eine gute Tat hat er begangen, nämlich einen Sohn zu zeugen der da heißen wird: Ratonhnhaké:ton. Besser bekannt vielleicht unter dem Namen Connor Kenway. Jedenfalls, das koloniale Amerika wird genauso stimmig und liebevoll zum Leben erweckt wie zuvor die italienische Renaissance und die Zeit der Kreuzzüge. Die Städte haben natürlich ein ganz anderes Flair in einer Kolonie wie sie Amerika damals noch war. Und das Umland! Ich liebe es. Es ist groß, und grün, und wunderschön! Und Connor bewegt sich wie ein Affe durch die Bäume, dass es eine reine Freude ist. Ah ja... Connor... Connor... ich mag ihn. Sehr sogar. Nicht ganz so sehr wie ich Ezio mag, aber er ist viel angenehmer als Altair und geht mir auch näher. AC3 macht es auch hier mal wieder richtig, man erlebt Connors Reifungsprozess mit, seine Motive... Ehrlich, sollte irgendwann mal ein "Assassin's Creed: Brotherwood" oder sowas rauskommen, das Connors Geschichte weiter erzählt, ich werde es mit Freude spielen. Connor hätte es verdient, dass er nicht nur ein Ein-Spiel-Held bleibt.

Warum also der Titel? Assassin's Creed erstreckt sich über mehrere Zeitalter und erweckt jedes davon stimmig zum Leben. Der Detailreichtum der Städte ich fantastisch! Und wie sorgsam man darauf geachtet hat, dass der Grundriss der Städte und wichtige Gebäude originalgetreu, also historisch korrekt etc., im Spiel wiedergegeben werden, das ist bringt mich jedes Mal zum Staunen.

Nehmt diesen Eintrag hier also einen kleinen Tribut an diese fantastische Reihe, wenn ihr das wollt :)
Die nächsten Male werde ich dann wohl etwas zu der leidigen "Ezio v. Altair"-Diskussion verlieren...

Wie auch immer

my 5 Cents

2 Kommentare:

  1. Hach ja, was soll ich dazu noch sagen? Du weißt, dass wir da eigentlich 100% die gleichen Ansichten haben ;) Ich glaube, Brotherhood fand ich wahrscheinlich noch toller als du, ich war einfach unsterblich in das Roma verliebt, es war eine Augenweide... dann die kleinen Besserungen, die einfach alle gepasst haben (ich bin riesen Fan des Serienattentats und der Armbrust)... nur war halt in AC2 die Spielzeit noch länger, finde ich. Es kann auch täuschen, denn eigentlich war man in ACB ja auch ziemlich lange mit den Rekruten beschäftigt (WENN man sich darauf eingelassen hat). Mit ACR ging es mir genauso wie dir. Es kam mir stellenweise sogar so vor, als wäre das ein ganz anderer Ezio - vielleicht auch, weil sie an seinem Äußeren so rumgepfuscht haben (von Desmonds Erscheinungsbild wollen wir gar nicht mal anfangen). Desmond war ein weiterer Minuspunkt für mich - seine Levels fand ich dermaßen ätzend, ich bin mit dieser Spielweise einfach null klar gekommen, fand es lästig und nervig und das ist wirklich schade. Das setting ist mir auch nicht so 100pro reingegangen und was natürlich Minuspunkt Nummer 1 war - kein Leonardo *sniff*. Er hat UNGEMEIN gefehlt, das hat man deutlich gespürt, aber andererseits zeigt das ja nur, was für einen guten Job sie mit ihm gemacht haben - wenn sein Fehlen nicht aufgefallen wäre, wäre es ziemlich dramatisch gewesen. Die Spielzeit war wirklich VIEL zu kurz, die Hauptmissionen hatte ich glaub ich zusammen gerechnet an einem Tag durch. Ich habe einfach nur etwas länger gebraucht, weil ich meine Assassinen viel auf die Missionen in den anderen Städten geschickt habe und ich jede Stadt unter Kontrolle haben wollte *hehe*

    Ansonsten... ja... also dann hast du DEN Mindfuck, den ich meinte, ja schon erlebt :D ich war in diesem Moment da gesessen, die Kinnlade klappte auf den Boden und dann kam das entsetzte: "neeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin, ich hab als fucking templer gespielt!!!!!!!!!!" *rofl* ;) Und sonst kann ich nur alles unterschreiben :)

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    1. Ja, scheiße noch eins war das ein Mindfuck... >.<

      Und stimmt, ich habe Leonardo in Revelations auch so sehr vermisst! Es ist einfach nicht dasselbe ohne Leo! Er hat gefehlt... :(

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