Samstag, 17. November 2012

Abschied nehmen

Jetzt sind es bald nur noch 5 Tage und ich werde endlich auch - ich als PClerin konnte es ja nicht früher - Assassin's Creed III spielen. Ich freue mich riesig darauf. Ich freu mich auf das Wiedersehen mit Desmond, der mir über die vier vergangene AC-Teile echt ans Herz gewachsen ist. Ich freu mich darauf, Connor kennen zu lernen, der in sehr große Fußstapfen treten wird... besonders bei mir. Ich freu mich auf Connors alten Herrn, ich wurde darüber informiert, dass man erstmal einen Engländer namens Haytham Kenway spielt... der Connors Dad ist.

Aber... ach je... ich tue es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn "Hallo" zu Connor heißt gleichzeitig "Auf Wiedersehen" zu Ezio (nur "Auf Wiedersehen", weil ich Ezio nicht abschreiben werde, aber eben doch auf "Auf Wiedersehen", also ein Abschied, denn wir werden Ezio durch kein weiteres Spiel mehr begleiten). Und das fällt mir schon sehr schwer, weil Ezio sich in mein Herz geschlichen hat, und ich ihn mittlerweile mehr mit Assassin's Creed verbinde als seinen Vorgänger Altair Ibn La-Ahad.

Und dabei... was hatte ich es am Anfang schwer mit Ezio. Das Spiel war noch nicht mal raus, da fing ich schon an zu wettern. "Was? Assassinen in der Renaissance? Das kann nicht klappen!" "Was, die ersetzen Altair durch diesen Spacko Ezio...?" "Was, wir befinden uns nicht mehr in Masyaf, Jerusalum und Akkon, sondern in Italien? Das geht in die Hose!"

Ähm... ja... vor allem hatte ich die Befürchtung, dass Ezio ein übler, widerlicher Schleimling wird, weil in den PC-Zeitschriften geschrieben wurde, er wäre "ein Lebemann", "ein Frauenheld", ja sogar "Macho" und ich dachte mir so... "Alles klar, ein Prollo. Nein danke!"

Es kam, wie es kam, ich gab Ezio eine Chance, schließlich hatte ich ACI mit Begeisterung gespielt und freute mich auf ein Wiedersehen mit Desmond, außerdem war ACI ja mit einem fiesen Cliffhänger zuende gegangen...

Und was soll ich sagen? Ich habe mich in allen drei Punkten, die ich da oben genannt habe, so furchtbar geirrt. Assassin's Creed hat wunderbar in der Renaissance funktioniert. Es war so ein herrlich unverbrauchtes Szenario, und Firenze und Venezia haben mich sofort begeistert. Und Ezio... ihm habe ich da mit einem Anfangspessismus am meisten Unrecht getan, denn ich fand ihn schon von der ersten Ingame-Minute an toll... er ist nicht schleimig, sondern wirklich charmant und so herrlich... locker! Und er versteht Spaß. Und er hat Charisma. Und er redet mehr als Altair. Und man sieht ihn ohne Kapuze!

Kurz, er hat Altair in kürzester Zeit sowas von weggekickt, dass mir wirklich erstmals aufgefallen ist, wie mangel- und bruchstückhaft Altair im Vorgänger präsentiert wurde.

Als Ezio, noch ziemlich am Anfang des Spiels, aus der Menge hervorstürmt und schreit "The Auditore are not dead. I am still here. Me! Ezio Auditore da Firenze" war ich mitgerissen, ich habe den elenden Verräter Alberti angebrüllt - wirklich! - er soll abkratzen, als Ezio ihn abgestochen hat. Ich habe gelacht, als Maria ihrem etwas unbekümmerten Sohnemann sagte: "You should find an outlet" und er antwortete "I've plenty of outlets" und sie daraufhin absolut trocken "I've meant besides vaginas".

Kurzum, AC2 hat mich mitgerissen, was nicht zuletzt an den Charakteren, allen voran Ezio (dicht gefolgt von Leonardo da Vinci!) lag. So dass ich mich natürlich ungeheuer darüber gefreut habe, Ezio in Brotherhood wieder zu sehen. Und wir hatten erneut eine tolle Zeit zusammen, ebenso in Revelations - das ich aber sehr kurz fand, irgendwie spärlicher im Vergleich zu Brotherhood und AC2, auch wenn Ezio wieder mal klasse war ;)

Aber jetzt habe ich alle drei Ezio-Spiele durch. AC2 sogar mehrmals. Ich habe alle DLCs gespielt, die ich habe.

Und AC3 steht vor der Tür, ich kann fast schon den Postboten klopfen hören mit meinem Paket, und es heißt Abschied nehmen von Ezio Auditore da Firenze - dem Assassinen meines Herzens. Ich vermisse ihn schon jetzt, dabei HABE ich noch nicht eine Minute in AC3 verbracht.

Oh, ich bin sicher, ich werde AC3 lieben, und ich werde Connor sehr gerne haben. Das ganz bestimmt. Ich freue mich wahnsinnig auf das Spiel!

Aber ich glaube, kein Mensch auf der Welt wird mich daran hindern können, immer mal wieder nach Florenz und Rom zurückzukehren um einmal wieder mit Ezio über die italienischen Dächer und die Renaissance zu turnen. :)

I'm finished.

My 5 Cents
Andauril


2 Kommentare:

  1. Ach du... geht mir doch genauso ;) auch, wenn ich Connor mag (obwohl man schon merkt, dass Ezios Charakterentwicklung einfach... hm, liebervoller? Detaillierter? war). Aber Connor ist wenigstens irgendwo als Mensch greifbar, im Gegensatz zu Altair. Die Geschichte, die sie um Ezio herum entwickelt haben, wird auf ewig unschlagbar sein. Wenn wir irgendwann alt und grau sind und auf der PS50 Assassin's Creed 66 rauskommt, wird immer noch kein Charakter Ezio "abgelöst" haben. Weil das schlicht unmöglich ist. Punkt. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du hast Recht. Ezio ist unschlagbar. Da sind wir nicht alleine, schau mal, was ich auf DeviantArt gefunden habe: http://th05.deviantart.net/fs70/PRE/i/2012/320/2/d/proven__by_noosha77-d5l6hya.jpg

      Löschen