Ich hatte es ja angekündigt, jetzt nehme ich mir mal diese leidige Altair-vs.-Ezio-Sache zur Brust. Denn es ist etwas, dass mich persönlich mehr und mehr einfach nur ankotzt... und mich beschäftigt. Vor allem, weil es einfach kein Ende nimmt und eine bestimmte Gruppe immer aufs Neue herumstänkern muss.
Unter den Assassin's Creed Spielern - zu denen ich mich auch zähle - scheinen sich im Laufe der Zeit - genauer, nach dem Erscheinen von AC2 - zwei Lager gebildet zu haben. Bzw. es hat sich anscheinend ein Lager gebildet, das glaubt, der Rest wäre ein zweites Lager... Dieses Lager besteht ausschließlich aus Hardcore-Altair-Fans, die (welch Wunder) meist auch noch zur "Früher war alles besser"-Fraktion gehören. Diese Gruppe hat es anscheinend von Anfang an nicht eingesehen, warum sie in AC2 nicht mehr einen gewissen Altair Ibn-La'Ahad spielen dürfen, sondern jetzt gezwungen sind, einen gewissen Ezio Auditore da Firenze zu spielen.
Jedenfalls habe ich von dieser Fraktion schon einiges gehört, dass mich persönlich ziemlich wütend machte. Das Altair ein richtiger Assassine sei und Ezio nur ein Söldner (btw, wtf???) ist davon noch das harmloseste. Auch, dass Altair den historisch korrekteren Assassinen darstellt. Das stimmt sogar. Historisch gesehen gab es die Assassinen nur ca. 200 Jahre lang, zu Zeiten der Renaissance schon nicht mehr. Es geht aber noch weiter - Ezio wird regelmäßig als Macho bezeichnet, als Mainstream-Held, sogar als Gary Stue...
Ich habe noch keine einzige vernünftige Erklärung erhalten, aus der Altair der bessere Charakter wäre als Ezio. Nicht von den Altair-Fans jedenfalls, und auch sonst nirgendwo. Ich kann ohne weiteres akzeptieren, wenn einer Altair mehr mag als Ezio - weil ihn dessen Geschichte mehr interessiert vielleicht, oder dessen Leben, oder dessen Charakter. Was mir auf den Sack geht ist, dass diese Altair-Fans es nicht bei "Ich mag Altair lieber als Ezio" oder "Altair ist mein Lieblingsassassine" belassen können. Nein, im selben Atemzug wird sofort und reuelos auf Ezio eingehackt.
Und auf AC2... das sei ja kein richtiges AC mehr, das Gameplay sei jetzt so vereinfacht, und Ezio wäre ein machohafter Gary Stue und total unreif, und überhaupt warum sieht denn Ezio nicht, dass die Templer nicht nur böse sind und Ezio sei totaler Mainstream, bei ihm sei ja alles glatt gelaufen, blablabla. Äh... ja, natürlich ist bei Ezio alles glatt gelaufen, er hat nur seinen Vater, seinen kleinen und großen Bruder an die Templer verloren, auf seine erste große Liebe Cristina verzichten müssen, den Dogen nicht retten können, die rechtmäßig erspielte Carnevalsmaske an die Templer verloren, die Templer nicht daran hindern können den Edenapfel von Cypern zu holen, Rodrigo beim ersten Kampf nur eben so überlebt, Rodigro beim ersten Kampf entkommen lassen, den Apfel zuerst an die Orsi-Brüder, dann an Savonarola verloren, einen Dolch in den Bauch bekommen, seine erste große Liebe Cristina verloren, seinen Onkel verloren, einen Schuss in den Bauch kassiert, ist ja nur von Caterina ausgenutzt worden und hat auch nur einen Verbündeten getötet, Sofia wurde ja auch nur durch sein Versäumnis fast gehängt... da ist wirklich alles glatt gelaufen bei Ezio, oh ja!
Und was soll dieses Gemeckere über Ezios Frauengeschichten? Das er ja mit jeder Frau in Italien geschlafen hätte und so weiter? Ich zähle gerade mal sechs Frauen, mit denen er nachweislich etwas hatte: Cristina, das Pazzi-Mädchen, so eine Frau in Forlì, Rosa, Caterina, Sofia. Das sind wirklich unfassbar viele Frauen! Voll der Weiberheld, dieser Ezio, nicht? Aber es sind eben fünf (vier) Frauen mehr, als Altair hatte, und anscheinend ist jeder Charakter, der mit mehr Frauen als Altair etwas hatte, ein totaler Casanova und Weiberheld... verstehe!
Oder auch dieses Macho-Argument. Nur, weil Ezio etwas draufgängerisches hat, wird er als Macho abgestempelt. Zur Erinnerung, ein Macho ist ein Mann, der mit seiner Männlichkeit hausieren geht, sich für Gottes Geschenk an die Frauen hält und sexistische sowie homophobe (v.a. schwulenfeindliche) Ansichten vertritt, und draufgängerisch ist. Auf Ezio trifft nur das draufgängerische zu. Draugänger != Macho. Denn Ezios bester Freund Leonardo ist schwul, und als Ezio das erfährt, wendet er sich nicht etwa von Leonardo ab, sondern freut sich für ihn, dass er einen Partner gefunden hat (Salaí). Sexistische Ansichten hat er auch nicht, da er sich, wie mir scheint, immer zu selbstbewussten, eigenständigen Frauen hingezogen fühlte und nicht zu den schwachen, schutzbedürftigen, und weil er seine Schwester in den Assassinenorden einläd, was ein Macho nie getan hätte! Und wo Ezio ständig herumprollt und mit dicken Muckis und Besitztümern angibt weiß ich wirklich nicht, da sehe ich nichts. Ezio hat schon manchmal etwas sehr viel Selbstbewusstsein und gibt dann ein bisschen an, aber er ist nicht derart von sich selbst überzeugt, dass er völlig kritikresistent ist und glaubt, ihm könne eh keiner mehr was beibringen. Ich sehe in seinen angeberischen Sprüchen eigentlich eher so etwas wie Selbstironie. Er weiß, dass er gut ist, aber auch, dass er immer noch besser werden kann.
Ein weiterer seltsamer Kritikpunkt ist der, dass Ezio Hilfe annimmt. Altair hätte ja keine gebraucht, um seine Ziele auszuschalten, folglich wäre Altair der bessere Assassine. Völlig übersehen wird aber der Punkt, dass Altair mit dem Auftrag, einen bestimmten Templer zu töten, in eine Stadt geschickt wurde, und dann durch Kontaktmänner in der Stadt mehr oder weniger alle nötigen Infos erhielt. Altair wusste also von Anfang an immer viel besser über den Gegner bescheid als Ezio, der ja anfangs noch nicht mal alle Namen der Verschwörer hatte. Und anfangs auch wesentlich unerfahrener war. Ganz am Anfang, kurz nach der Hinrichtung, war er ja fast noch ein Kind, und da erwartet man, dass er sich wie ein voll ausgebildeter Assassine erhält. Zudem kann ich nicht verstehen, warum die Fähigkeit, Hilfe anzunehmen, etwas schlechtes (für einen Assassinen) sein soll. In meinen Augen beweist so etwas Größe und Weisheit. Zumal auch Altair Hilfe hatte - oder hätte er es ganz allein bis zu Al Mualim schaffen können, wäre nicht Malik aufgetaucht?
(Edit - danke dafür an Pooky!)
Auch sehr lustig ist ja die Behauptung der Ezio-Basher, Ezio wäre kein echter Assassine, sondern ein Heuchler, er würde ja nichts aus Überzeugung tun und sich nur rächen wollen. Häh? Habe ich was nicht mitbekommen? Ich gebe ja zu, dass es Ezio anfangs wirklich um Rache ging. Als er Alberti abstach und als er auf Vieris Leichnam eintrat und ihn beschimpfte, da war eindeutig auf Rache aus. Aber - und das bekommt man sehr deutlich mit, wie ich finde! - während er seinen Rachefeldzug führt tritt das Rachemotiv immer mehr in den Hintergrund und er lebt und handelt immer mehr und mehr nach dem Kredo und wie ein Assassine. Er zollt seinen Feinden Respekt und tritt für die Ideale der Assassinen ein. Überhaupt, was soll der Schwachsinn, Ezio vorzuwerfen er wäre ja kein echter Assassine weil er nicht von Anfang an für die Ideale der Assassinen eingetreten ist. Ja, wie denn? Bis er 17 war hat er doch NULL von Assassinen, Templern, Edensplittern und so weiter gewusst! Aber Ezio hat das Kredo achten gelernt WÄHREND er ein Assassine wurde, Altair erst, als er bereits Assassine WAR. Altair hat nämlich erstmal gepflegt auf das Kredo geschissen, schon vergessen? Er hat gleich alle 3 Regeln des Kredos gebrochen... ja, am Ende hat er gelernt, was das bedeutet. Aber wie kann man als Altair-Fan ehrlich behaupten, Ezio hätte das Kredo nicht verinnerlicht und Altair hätte es voll verstanden? Wer von den beiden wurde denn zum Novizen degradiert weil er einen Dreck auf das Kredo gegeben hat und eben überhaupts nicht von dem verstanden? Das war nicht Ezio! Das war Altair!
(Edit Ende)
Ich habe nichts gegen Altair. Wirklich nicht. Er ist, ohne Zweifel, ein interessanter Charakter und ein Charakter mit Tiefe. Er hat nur weder die Präsentation bekommen, die er verdient hätte, noch ist er mir sonderlich sympathisch oder... wie soll ich sagen... er hat mich einfach nie wirklich berührt. Ich hatte nie den Eindruck, ihn wirklich kennen gelernt zu haben. Ich weiß immer noch nicht, wer Altair eigentlich ist, weil ich zu wenig und zu wenige Facetten von ihm kennen gelernt habe. Und als Mensch ist er zu unnahbar, zu kalt. Er ist mir als Mensch nicht angenehm genug, um ihn wirklich richtig sympathisch finden zu können.
Ezio dagegen... ich habe ihn über 3 Spiele begleitet, und so viele Facetten an ihm kennen gelernt - den Sohn, den Bruder, den Tunichtgut, den Liebhaber, den Freund, den Racheengel, den Mentor, den Draufgänger, den Frauenschwarm... Und Ezio hat zwei Dinge, die Altair einfach niemals hatte: Charme und Charisma. Und er wirkt soviel nahbarer als Altair auf mich. Er ist viel lockerer und offener. Ich finde ihn als Mensch sehr angenehm. Ezio hatte meine Sympathien schon in der ersten Spielminute, wo er sich auf dieser Brücke umdreht.
Ich verstehe ganz einfach nicht, warum die Altair-Fans immer und immer wieder auf Ezio herumhacken müssen. Müssen sie ihn erst bashen, damit sie Altair superobertoll finden können? Ich hab das auch nicht nicht nötig. Ich mag Ezio viel lieber als Altair, aber das liegt nicht daran, dass ich Altair für einen schlechten Charakter halten würde. Sondern einfach daran, dass mir Ezio sympathischer ist und ich seinen Facettenreichtum liebe. Ich meine, ich - und viele andere Ezio-Fans, die ich kenne, ebenso - gehen nicht einfach hin und hacken übel auf Altair herum.
Ich könnte Altair auch einen Gary Stu nennen, weil er in nur 3 Monaten 9 Templer getötet hat, mit nur 9 Fingern so gut klettern kann, mit 25 schon Meisterassassine war und mit 26 Jahren schon Mentor wurde, und weil er 92 Jahre alt wurde, was für die damalige Zeit wirklich sehr, sehr alt war - auch für unsere moderne Zeit ist das sehr alt! Aber ich tue es nicht, weil es nicht stimmen würde! Denn auch Altair macht Fehler und verhält sich daneben.
Warum wird Ezio dann nicht zugestanden, dass auch er Fehler macht und sich daneben benimmt? Warum wird sein Scheitern übersehen, warum wird ihm ein Strick draus gedreht, dass er mit 52 Jahren noch sehr gesund und agil ist (Altair war mit 62 Jahren auch sehr gesund und agil) und dass er nach den Verletzungen, die er kassierte, nicht zum Krüppel wurde? Warum wird darüber gemeckert, dass Ezio von Anfang an schon klettern kann (obwohl doch klar wird, warum er das da schon kann - er war ein ziemlicher Herumtreiber und wohl auch jemand, der einfach sehr viel überschüssige Energie hat, außerdem hat ihm Federico wahrscheinlich sehr viel von dem gezeigt, was er kann). Da wird so getan, als wäre dieses Freerunning eine Assassinen-exklusive-Eigenschaft die man erst im Rahmen der Assassinenausbildung erlernen muss... und es wird darüber gemeckert, Ezio würde alles zu schnell lernen, dabei wird aber übersehen, dass er ja in Monteriggioni 2 Jahre mit Training verbracht hat und vor seiner Ankunft in Monteriggioni eben nur Grundlagen konnte, da er sich nur mühsam gegen Vieris Leute behaupten konnte (auch, wenn man das beim Kämpfen im Spiel vielleicht nicht so merkt, das ist dann der Spielmechanik geschuldet, und nicht Ezios "Stueigkeit").
Mein Plädoyer wäre daher: Leben und Leben lassen. Ich will ja gar nicht, dass die Altair-Fans Ezio so toll finden, wie ich ihn finde. Ich will nur, dass sie aufhören, ständig auf diesem Charakter herum zu hacken und darüber zu meckern, wie scheiße sie ihn finden. Ich mache dasselbe ja auch nicht mit Altair, und ich kenne auch sonst keinen Ezio-Fan, der so drauf ist.
So, that's it
my 5 Cents
Andauril
Mittwoch, 28. November 2012
Sonntag, 25. November 2012
Through the ages
So... da sitze ich hier und habe den halben Tag mit Zocken verbracht. Assassin's Creed 3 heißt das gute Spiel... das eigentlich mehr als gut ist... *hust*
Jeenfalls, jetzt habe ich aufgehört - für heute. Ich habe heute vielleicht zwei Hauptmissionen gespielt, der Rest war gefüllt mit Nebenquest und Jagd. Das Umland ist echt riesig, schon die Städte sich riesig, das Davenport-Gebiet auch, und alles zusammen genommen ist das Spiel wirklich gigantisch!
Äh, schwafel, schwafel, worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ah ja... ich wollte ein bisschen über die AC-Reihe schwanodrieren :D
Ich habe damals im Jahre 2008, als Assassin's Creed I für den PC herauskam (nach dem es schon ein Jahr lang für die Konsolen draußen war) Blut geleckt. Was mein Interesse erweckte war wirklich diese finstere, blutige, heimliche Tätigkeit des Assassinen, also eines Meuchelmörders der aus dem Nichts angreift und tötet und genauso ungesehen wieder verschwindet. Dann hatte das ganze noch historischen Kontext, im Sinne von "Wir sind Assassinen, also an die echten Assassinen angelehnt, nicht nur irgendwelche gedungenen Mörder" und da war das Spiel eigentlich so gut wie gekauft.
Ich fand es ziemlich geil... das Herumklettern war so schön intuitiv und Altair konnte auch mal offen in den Kampf gehen, der war nicht so schnell totzukriegen wie mein Freund Garrett aus den Thief-Spielen... ;) Und sich durch mittelalterliche orientalische Städte zu meucheln war schon sehr cool... auch wenn das Gameplay seine Mankos hatte, und Altair als Hauptperson mir nie so richtig nahe ging, ich bekam den Kerl nie so ganz zu fassen. Aber das Setting war klasse! Und das Klettern war toll. Und die Geschichte war gut, wenn auch irgendwie suboptimal erzählt. Und am Ende des Ersten Teiles wurde mir bewusst, dass wir bislang nur an der Oberfläche gekratzt hatten. Da hatte ich erst recht Blut geleckt.
Dann kam Assassin's Creed 2 und nach anfänglicher Skepsis hatte es mich gepackt, noch mehr als zuvor AC2. Das lag an zwei Dingen - oder eigentlich an drei? Erstens: Der Spielablauf war abwechslungsreich! Zweitens: Das Spiel hat es diesmal wunderbar hingekriegt, mir nicht nur einen Charakter vorzusetzen, den ich sofort mochte, es hat es auch noch geschafft, ihn würdig zu präsentieren. Der dritte Punkt, der da vielleicht wäre, ist der, dass ich die Renaissance einfach schon immer sehr interessant fand und das Setting bei mir total ankam. Auch, wenn ich anfangs sehr skeptisch war, ob Assassinen in der Renaissance funktionieren können.
Dann kam Brotherhood und es war eigentlich Assassin's Creed 2 mit ein paar netten Neuerungen im Gameplay und Spielablauf. Und einer Handlung, die sich wieder um die Borgia drehte, diesmal aber anders als in AC2. Falls das jetzt negativ klingt - das ist es nicht! Ich habe Brotherhood geliebt. Es gab mehr von dem, was ich so geliebt habe, und Roma war riesig und wunderschön, und das Beste: Ezio! Ich musste mich noch nicht von ihm verabschieden, sondern durfte ihn erneut durch ein ganzes Spiel begleiten. Yeah! Da ist es mir egal, dass manche meinen, an Brotherhood herumkritteln zu müssen, weil Cesare angeblich ein 08/15-Bösewicht sein über dessen Motive man eh nichts erfährt... ja, soll sich Ezio mit ihm zum Kaffeekränzchen treffen und ihn dabei über sein Leben und seine Pläne ausfragen, während Cesare seinem Erzfeind alles brühwarm erzählt? Nein, das war schon gut so, wie es war.
Dann spielte ich Revelations, und es hat mir natürlich auch gefallen, allerdings... irgendwie war es mir zu kurz (in 2 Tagen hatte ich es durch) und mit dem Istanbul des frühen 16. Jahrhunderts kam ich auch nicht so recht klar... d.h. ich wurde mit dem Setting nicht so recht warm. Ich weiß auch nicht, warum mir Revelations weniger gefallen hat als die beiden anderen Teile der Ezio-Trilogie. Es ist mehr so ein Gefühl, als hätte mir in Revelations etwas gefehlt. Und ich kann es nicht beschreiben. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, den unterm Strich war Revelations auch ein sehr gutes Spiel. Nur, denke ich, das Setting und die Spielzeit... irgendwie habe ich auch gar keine Nebenmissionen gefunden, obwohl es die doch gegeben haben muss... Obwohl auch Revelations seine großen Momente hatte, ich nenne nur mal das Ende als Ezio Altairs Skelett findet oder die grandiose Bardenmission, in der sich Ezio als Barde verkleidet um Prinz Suleiman zu beschützen... allein schon für diese Mission hat das Spiel sich gelohnt, so geil!
So, und vor ein paar Tagen kam dann Assassin's Creed 3 bei mir an. Wir verließen also die Renaissance und landeten im 18. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung, im kolonialen Amerika dass für seine Unabhängigkeit kämpft. Das Setting gefällt mir schon viel besser als Istanbul. Die amerikanische Revolution finde ich ziemlich spannend und ist als Setting in einem PC-Spiel ja nun wirklich selten vorgekommen bis jetzt. Da lernte ich erstmal Haytham Kenway kennen, der mir, gerade als ich entschied, dass ich ihn ganz gerne hab, in die Fresse trat mit dieser WTF-Mindfuck!!!-Enthüllung. Bastard... >.< Aber zumindest eine gute Tat hat er begangen, nämlich einen Sohn zu zeugen der da heißen wird: Ratonhnhaké:ton. Besser bekannt vielleicht unter dem Namen Connor Kenway. Jedenfalls, das koloniale Amerika wird genauso stimmig und liebevoll zum Leben erweckt wie zuvor die italienische Renaissance und die Zeit der Kreuzzüge. Die Städte haben natürlich ein ganz anderes Flair in einer Kolonie wie sie Amerika damals noch war. Und das Umland! Ich liebe es. Es ist groß, und grün, und wunderschön! Und Connor bewegt sich wie ein Affe durch die Bäume, dass es eine reine Freude ist. Ah ja... Connor... Connor... ich mag ihn. Sehr sogar. Nicht ganz so sehr wie ich Ezio mag, aber er ist viel angenehmer als Altair und geht mir auch näher. AC3 macht es auch hier mal wieder richtig, man erlebt Connors Reifungsprozess mit, seine Motive... Ehrlich, sollte irgendwann mal ein "Assassin's Creed: Brotherwood" oder sowas rauskommen, das Connors Geschichte weiter erzählt, ich werde es mit Freude spielen. Connor hätte es verdient, dass er nicht nur ein Ein-Spiel-Held bleibt.
Warum also der Titel? Assassin's Creed erstreckt sich über mehrere Zeitalter und erweckt jedes davon stimmig zum Leben. Der Detailreichtum der Städte ich fantastisch! Und wie sorgsam man darauf geachtet hat, dass der Grundriss der Städte und wichtige Gebäude originalgetreu, also historisch korrekt etc., im Spiel wiedergegeben werden, das ist bringt mich jedes Mal zum Staunen.
Nehmt diesen Eintrag hier also einen kleinen Tribut an diese fantastische Reihe, wenn ihr das wollt :)
Die nächsten Male werde ich dann wohl etwas zu der leidigen "Ezio v. Altair"-Diskussion verlieren...
Wie auch immer
my 5 Cents
Jeenfalls, jetzt habe ich aufgehört - für heute. Ich habe heute vielleicht zwei Hauptmissionen gespielt, der Rest war gefüllt mit Nebenquest und Jagd. Das Umland ist echt riesig, schon die Städte sich riesig, das Davenport-Gebiet auch, und alles zusammen genommen ist das Spiel wirklich gigantisch!
Äh, schwafel, schwafel, worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ah ja... ich wollte ein bisschen über die AC-Reihe schwanodrieren :D
Ich habe damals im Jahre 2008, als Assassin's Creed I für den PC herauskam (nach dem es schon ein Jahr lang für die Konsolen draußen war) Blut geleckt. Was mein Interesse erweckte war wirklich diese finstere, blutige, heimliche Tätigkeit des Assassinen, also eines Meuchelmörders der aus dem Nichts angreift und tötet und genauso ungesehen wieder verschwindet. Dann hatte das ganze noch historischen Kontext, im Sinne von "Wir sind Assassinen, also an die echten Assassinen angelehnt, nicht nur irgendwelche gedungenen Mörder" und da war das Spiel eigentlich so gut wie gekauft.
Ich fand es ziemlich geil... das Herumklettern war so schön intuitiv und Altair konnte auch mal offen in den Kampf gehen, der war nicht so schnell totzukriegen wie mein Freund Garrett aus den Thief-Spielen... ;) Und sich durch mittelalterliche orientalische Städte zu meucheln war schon sehr cool... auch wenn das Gameplay seine Mankos hatte, und Altair als Hauptperson mir nie so richtig nahe ging, ich bekam den Kerl nie so ganz zu fassen. Aber das Setting war klasse! Und das Klettern war toll. Und die Geschichte war gut, wenn auch irgendwie suboptimal erzählt. Und am Ende des Ersten Teiles wurde mir bewusst, dass wir bislang nur an der Oberfläche gekratzt hatten. Da hatte ich erst recht Blut geleckt.
Dann kam Assassin's Creed 2 und nach anfänglicher Skepsis hatte es mich gepackt, noch mehr als zuvor AC2. Das lag an zwei Dingen - oder eigentlich an drei? Erstens: Der Spielablauf war abwechslungsreich! Zweitens: Das Spiel hat es diesmal wunderbar hingekriegt, mir nicht nur einen Charakter vorzusetzen, den ich sofort mochte, es hat es auch noch geschafft, ihn würdig zu präsentieren. Der dritte Punkt, der da vielleicht wäre, ist der, dass ich die Renaissance einfach schon immer sehr interessant fand und das Setting bei mir total ankam. Auch, wenn ich anfangs sehr skeptisch war, ob Assassinen in der Renaissance funktionieren können.
Dann kam Brotherhood und es war eigentlich Assassin's Creed 2 mit ein paar netten Neuerungen im Gameplay und Spielablauf. Und einer Handlung, die sich wieder um die Borgia drehte, diesmal aber anders als in AC2. Falls das jetzt negativ klingt - das ist es nicht! Ich habe Brotherhood geliebt. Es gab mehr von dem, was ich so geliebt habe, und Roma war riesig und wunderschön, und das Beste: Ezio! Ich musste mich noch nicht von ihm verabschieden, sondern durfte ihn erneut durch ein ganzes Spiel begleiten. Yeah! Da ist es mir egal, dass manche meinen, an Brotherhood herumkritteln zu müssen, weil Cesare angeblich ein 08/15-Bösewicht sein über dessen Motive man eh nichts erfährt... ja, soll sich Ezio mit ihm zum Kaffeekränzchen treffen und ihn dabei über sein Leben und seine Pläne ausfragen, während Cesare seinem Erzfeind alles brühwarm erzählt? Nein, das war schon gut so, wie es war.
Dann spielte ich Revelations, und es hat mir natürlich auch gefallen, allerdings... irgendwie war es mir zu kurz (in 2 Tagen hatte ich es durch) und mit dem Istanbul des frühen 16. Jahrhunderts kam ich auch nicht so recht klar... d.h. ich wurde mit dem Setting nicht so recht warm. Ich weiß auch nicht, warum mir Revelations weniger gefallen hat als die beiden anderen Teile der Ezio-Trilogie. Es ist mehr so ein Gefühl, als hätte mir in Revelations etwas gefehlt. Und ich kann es nicht beschreiben. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, den unterm Strich war Revelations auch ein sehr gutes Spiel. Nur, denke ich, das Setting und die Spielzeit... irgendwie habe ich auch gar keine Nebenmissionen gefunden, obwohl es die doch gegeben haben muss... Obwohl auch Revelations seine großen Momente hatte, ich nenne nur mal das Ende als Ezio Altairs Skelett findet oder die grandiose Bardenmission, in der sich Ezio als Barde verkleidet um Prinz Suleiman zu beschützen... allein schon für diese Mission hat das Spiel sich gelohnt, so geil!
So, und vor ein paar Tagen kam dann Assassin's Creed 3 bei mir an. Wir verließen also die Renaissance und landeten im 18. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung, im kolonialen Amerika dass für seine Unabhängigkeit kämpft. Das Setting gefällt mir schon viel besser als Istanbul. Die amerikanische Revolution finde ich ziemlich spannend und ist als Setting in einem PC-Spiel ja nun wirklich selten vorgekommen bis jetzt. Da lernte ich erstmal Haytham Kenway kennen, der mir, gerade als ich entschied, dass ich ihn ganz gerne hab, in die Fresse trat mit dieser WTF-Mindfuck!!!-Enthüllung. Bastard... >.< Aber zumindest eine gute Tat hat er begangen, nämlich einen Sohn zu zeugen der da heißen wird: Ratonhnhaké:ton. Besser bekannt vielleicht unter dem Namen Connor Kenway. Jedenfalls, das koloniale Amerika wird genauso stimmig und liebevoll zum Leben erweckt wie zuvor die italienische Renaissance und die Zeit der Kreuzzüge. Die Städte haben natürlich ein ganz anderes Flair in einer Kolonie wie sie Amerika damals noch war. Und das Umland! Ich liebe es. Es ist groß, und grün, und wunderschön! Und Connor bewegt sich wie ein Affe durch die Bäume, dass es eine reine Freude ist. Ah ja... Connor... Connor... ich mag ihn. Sehr sogar. Nicht ganz so sehr wie ich Ezio mag, aber er ist viel angenehmer als Altair und geht mir auch näher. AC3 macht es auch hier mal wieder richtig, man erlebt Connors Reifungsprozess mit, seine Motive... Ehrlich, sollte irgendwann mal ein "Assassin's Creed: Brotherwood" oder sowas rauskommen, das Connors Geschichte weiter erzählt, ich werde es mit Freude spielen. Connor hätte es verdient, dass er nicht nur ein Ein-Spiel-Held bleibt.
Warum also der Titel? Assassin's Creed erstreckt sich über mehrere Zeitalter und erweckt jedes davon stimmig zum Leben. Der Detailreichtum der Städte ich fantastisch! Und wie sorgsam man darauf geachtet hat, dass der Grundriss der Städte und wichtige Gebäude originalgetreu, also historisch korrekt etc., im Spiel wiedergegeben werden, das ist bringt mich jedes Mal zum Staunen.
Nehmt diesen Eintrag hier also einen kleinen Tribut an diese fantastische Reihe, wenn ihr das wollt :)
Die nächsten Male werde ich dann wohl etwas zu der leidigen "Ezio v. Altair"-Diskussion verlieren...
Wie auch immer
my 5 Cents
Samstag, 24. November 2012
Der Edward-Virus
Ich bin sicher, 99 % meiner Leser (habe ich überhaupt so viele Leser, dass man die in Prozente aufteilen kann?) kennen den Twilight-Zyklus - haben ihn entweder gelesen oder zumindest schon mal davon gehört. Ich für mich halte ja... sehr wenig von den Büchern und den Filmen. Von letzeren sowieso. Ich finde weder Kristin Stewart noch Robert Pattinson talentiert oder attraktiv... (kann die gute Kristin denn nie ihre Klappe geschlossen halten?) Das einzig gute an den Büchern sind die Wölfe... die sind auch nicht so antiquiert in ihrem Frauenbild eingestellt...
Äh, ich schweife gerade ETWAS ab. In diesen "wundervollen" *hust* Büchern treibt ein gewisser "Vampir" sein Unwesen, der da Edward Cullen heißt und der da so manche fragwürdige Tätigkeit ausübt, genauer: Er steigt nachts in Bellas Schlafzimmer ein und beobachtet sie beim Schlafen. Was nichts anderes ist als Stalking. Und in den Büchern (und Filmen) wird so getan, als sei das total okay und romantisch, weswegen viele der Twilight-Leser das auch total okay und romantisch finden.
Dieses Verhalten ist jedenfalls sehr, sehr beängstigend, trotzdem scheint etwas Infektiöses an sich zu haben... denn es ist mir unlängst in einigen FFs wiederbegegnet, und nein, die gehören nicht dem Bis(s)-Fandom an! Dieses gruselige Verhalten scheint neuerdings von anderen männlichen Charakteren aus anderen Fandoms kopiert zu werden... was mich ziemlich anwidert und abstößt!
Ich las soeben unschuldig im AC-Bereich und quälte mich durch eine nicht gerade gute FF (ich hätte es wissen müssen, ich hätte es wissen müssen, aber was soll ich tun? Manchmal ziehen mich schlechte FFs einfach an, das ist wie bei diesen grässlich-primitiven Reality-Soaps die nachmittags auf RTL laufen, die sind strunzdumm und trotzdem schaut man ab und an rein...) und erreiche das neueste Kapitel - das mir den Rest gab und mich sofort aus der FF vertrieb. Diesmal hoffentlich entgültig.
Diese FF ist aber wirklich ein Fall für sich. Die Protagonisten können sich nicht entscheiden, ob sie sich "Siezen" oder "Euchzen" wollen und verwenden am laufenden Bande Ausdrücke wie "cool" und "okay" - im Kolonialen Amerika! Da gab es solche Ausdrücke noch nicht, jedenfalls nicht in dem Kontext. Okay, "okay" ist so Grenzfall, der früheste Nachweis des Ausdrucks ist von 1790. Aber trotzdem... im Zweifelsfall besser nicht verwenden! Ach ja, dann konnte sich die Protagonistin nicht entscheiden, welche Augenfarbe Connor jetzt eigentlich hat... schwarz, dunkelbraun oder doch eher dunkelblau? Mysteriös! Und zu guter letzt hat sie Connors richtigen Namen auch noch falsch geschrieben. (Ich weiß, ich weiß, der ist schwer zu schreiben, aber dafür kann man doch Copy&Past verwenden!) Ich kann den jedenfalls schreiben: Ratonhnhaké:ton.... So schwer war jetzt doch nicht zu schreiben. Ihn richtig auszusprechen ist schwerer (auch wenn er richtig ausgesprochen wirklich was hergibt an Klang).
Aber dann... dann kam der Overkill... Connor steigt des Nachts bei Mary Sue... - ich nenne den richtigen Namen der Protagonistin jetzt nicht, für so was mieses muss ich nicht noch Werbung machen - ein und beobachtet sie beim Schlafen. Und sie findet es nicht schlimm.
Und das finde ich schlimm. Besonders in Kombination mit Connor als Stalker... der Junge ist jetzt wirklich nicht der Typ für nächtliche Stalkeraktionen! (Zum Glück...) Also, erstens ist so ein Verhalten beängstigend und zweitens... Out of Character, zumindest was mich betrifft. Wie kann diese Autorin es wagen? Wenn das Edward gewesen wäre, wäre es wenigstens noch IC!
Naja, es ist nicht das erste Mal, dass ich von Edwarditis infizierte männliche Hauptcharaktere stalken sehe. Nur hatte ich - naives, dummes Ich! - gehofft, dass das AC-Fandom davon verschont bleiben würde, schließlich haben AC und Twilight eigentlich so gar keine Berührungspunkte. Aber vielleicht reichte es besagter Schreiberin ja schon aus, dass AC3 in Amerika spielt, genau wie Twilight.
Wie auch immer, es ist zum Kotzen! Ich hoffe, niemand sich ein Beispiel an dieser Autorin, sollte jemand das Pech haben, sie zu lesen.
Rant over.
Danke fürs Lesen, das waren sie mal wieder
my 5 Cents
Äh, ich schweife gerade ETWAS ab. In diesen "wundervollen" *hust* Büchern treibt ein gewisser "Vampir" sein Unwesen, der da Edward Cullen heißt und der da so manche fragwürdige Tätigkeit ausübt, genauer: Er steigt nachts in Bellas Schlafzimmer ein und beobachtet sie beim Schlafen. Was nichts anderes ist als Stalking. Und in den Büchern (und Filmen) wird so getan, als sei das total okay und romantisch, weswegen viele der Twilight-Leser das auch total okay und romantisch finden.
Dieses Verhalten ist jedenfalls sehr, sehr beängstigend, trotzdem scheint etwas Infektiöses an sich zu haben... denn es ist mir unlängst in einigen FFs wiederbegegnet, und nein, die gehören nicht dem Bis(s)-Fandom an! Dieses gruselige Verhalten scheint neuerdings von anderen männlichen Charakteren aus anderen Fandoms kopiert zu werden... was mich ziemlich anwidert und abstößt!
Ich las soeben unschuldig im AC-Bereich und quälte mich durch eine nicht gerade gute FF (ich hätte es wissen müssen, ich hätte es wissen müssen, aber was soll ich tun? Manchmal ziehen mich schlechte FFs einfach an, das ist wie bei diesen grässlich-primitiven Reality-Soaps die nachmittags auf RTL laufen, die sind strunzdumm und trotzdem schaut man ab und an rein...) und erreiche das neueste Kapitel - das mir den Rest gab und mich sofort aus der FF vertrieb. Diesmal hoffentlich entgültig.
Diese FF ist aber wirklich ein Fall für sich. Die Protagonisten können sich nicht entscheiden, ob sie sich "Siezen" oder "Euchzen" wollen und verwenden am laufenden Bande Ausdrücke wie "cool" und "okay" - im Kolonialen Amerika! Da gab es solche Ausdrücke noch nicht, jedenfalls nicht in dem Kontext. Okay, "okay" ist so Grenzfall, der früheste Nachweis des Ausdrucks ist von 1790. Aber trotzdem... im Zweifelsfall besser nicht verwenden! Ach ja, dann konnte sich die Protagonistin nicht entscheiden, welche Augenfarbe Connor jetzt eigentlich hat... schwarz, dunkelbraun oder doch eher dunkelblau? Mysteriös! Und zu guter letzt hat sie Connors richtigen Namen auch noch falsch geschrieben. (Ich weiß, ich weiß, der ist schwer zu schreiben, aber dafür kann man doch Copy&Past verwenden!) Ich kann den jedenfalls schreiben: Ratonhnhaké:ton.... So schwer war jetzt doch nicht zu schreiben. Ihn richtig auszusprechen ist schwerer (auch wenn er richtig ausgesprochen wirklich was hergibt an Klang).
Aber dann... dann kam der Overkill... Connor steigt des Nachts bei Mary Sue... - ich nenne den richtigen Namen der Protagonistin jetzt nicht, für so was mieses muss ich nicht noch Werbung machen - ein und beobachtet sie beim Schlafen. Und sie findet es nicht schlimm.
Und das finde ich schlimm. Besonders in Kombination mit Connor als Stalker... der Junge ist jetzt wirklich nicht der Typ für nächtliche Stalkeraktionen! (Zum Glück...) Also, erstens ist so ein Verhalten beängstigend und zweitens... Out of Character, zumindest was mich betrifft. Wie kann diese Autorin es wagen? Wenn das Edward gewesen wäre, wäre es wenigstens noch IC!
Naja, es ist nicht das erste Mal, dass ich von Edwarditis infizierte männliche Hauptcharaktere stalken sehe. Nur hatte ich - naives, dummes Ich! - gehofft, dass das AC-Fandom davon verschont bleiben würde, schließlich haben AC und Twilight eigentlich so gar keine Berührungspunkte. Aber vielleicht reichte es besagter Schreiberin ja schon aus, dass AC3 in Amerika spielt, genau wie Twilight.
Wie auch immer, es ist zum Kotzen! Ich hoffe, niemand sich ein Beispiel an dieser Autorin, sollte jemand das Pech haben, sie zu lesen.
Rant over.
Danke fürs Lesen, das waren sie mal wieder
my 5 Cents
Freitag, 23. November 2012
Erweitern, Verändern, Aussiedeln oder "Shaping fictional reality"
Okay, der Titel dieses Blogeintrags mag etwas seltsam klingen, aber ich denke, es wird recht schnell klar, worauf ich hinauswill, wenn man hier einfach weiterliest.
Mir ist aufgefallen, dass man Fanfictios so ganz allgemein in drei Kategorien einteilen kann, die sich an der Nähe zum Canon messen.
Die erste Fanfiction-Kategorie bezeichne ich jetzt einfach mal als "Enhancement-Fiction" (abgekürzt "Enhancement-Fic" oder einfach "EF"), die zweite nenne ich "AU-Fiction" und die dritte "Out-of-Universe-Fiction" oder einfach "OoU-Fiction".
Nun, was bedeuten diese Kategorien? Ich erkläre das einfach mal anhand von ein paar Beispielen:
Enhancement-Fiction
Eine Enhancement-Fiction zeichnet sich dadurch aus, dass sie hervorragend so auch im Canon hätte passieren können. Sie fügt sich bestenfalls natlos in den Canon ein und erweitert ihn, verändert ihn aber nicht. Eine Enhancement-Fiction fügt dem Originalen Universum also neue Inhalte und Geschichten hinzu, ohne dabei die alten (wirklich) anzutasten.
Sie ist also sehr nah am Canon, da sie diesen nicht verändert. Eine EF kann z.B. ein Prequel sein (wenn es noch keinen offiziellen gibt) oder eine FF mit eigenen Charakteren, die im selben Universum spielt, solange die eigenen Charakter den Canon nicht verändern.
Beispiele für Enhancement-Fics sind z.B. meine Star Wars Kurzgeschichten "STAR WARS - Die Prophezeiung der Jedi-Meisterin" und "STAR WARS - Gemeinsame Stärke" sowie meine Assassin's Creed Fanfiction "Caccia a Venezia" oder meine Rumtreiber-Fanfiction "Die Rumtreiber und die ersten Geheimnisse".
Die erste beschreibt eine kurze Episode in Darth Vaders Leben, in dem er eine der überlebenden Jedi jagt, die ihm prophezeit, er wird eines Tages von seinem eigen Fleisch und Blut wieder zur hellen Seite geführt werden. Das hätte genauso passieren können, ohne dass es Auswirkungen auf den Canon hatte.
"Gemeinsame Stärke" dreht sich um zwei eigene Charaktere, die während der Klonkriege auf einem Planeten abstürzen, aber nie Kontakt zu den Canon Charakteren haben, so dass ihre Aktionen keinerlei Einfluss auf den Canon ausüben und ihn daher nicht verändern.
"Caccia a Venezia" erweitert die Haupthandlung während Ezios Zeit in Venedig, man könnte die hinzugefügten Szenen mit den Cristina-Erinnerungen aus Brotherhood vergleichen. Ezio hat sie verdrängt, weswegen wir in AC2 nichts davon mitbekommen, trotzdem ist es passiert.
Und meine Rumtreiber-FF ist ein Prequel zu Harry Potter, in dem ich mich an das halte, was JKR über die Schulzeit der Rumtreiber verriet und den Rest mit meiner eigenen Fantasie fülle.
Keine dieser Fanfictions verändert jedoch den Canon (so sehr), dass die Handlung eine andere wird. Die Handlung wird dadurch lediglich erweitert.
AU-Fiction
Vorweg: Ich habe mich entschlossen, den Begriff "AU" - "Alternate Universe" - hier aufzuspalten, in "AU" und "OoU". Was damit gemeint ist, lest ihr gleich noch.
Also, was verstehe ich unter einer "AU-Fiction"?
Kurz: Eine Fanfiction, die den Canon nicht nur erweitert, sondern auch verändert. D.h. im Klartext: Im Original trat vor dem Beginn der FF eine Veränderung auf (oder auch während der FF tritt diese Veränderung auf), die Auswirkungen auf die Handlung - also den Canon - hat. Das können sehr große oder auch eher marginale Auswirkungen sein. Die Veränderungen können praktisch alles sein - aber das Universum bleibt dasselbe!
Also, wenn in der Fanfiction ein Charakter schwul ist, der es im Original nicht war, ist das AU. Wenn in der Fanfiction ein Charakter (über-)lebt oder stirbt, der im Canon stirbt oder überlebt, ist das AU.
Beispiele für eine AU-Fiction sind z.B. meine "Star Wars"-Fanfics "Im Schatten der Macht" (Obi-Wan rettet Anakin nach ihrem Mustafar-Duell vor der Lava) und "Der dunkle Fluch - Die Macht des Schicksals - Buch I" (Anakin/Vader überlebt den 2. Todesstern). Auch Pookys grandioses, aber mittlerweile leider von FF.de gelöschtes AC2-Fanfiction-Kunstwerk "Deception" gehört dazu, weil durch ihren OC Sara Veränderungen während der Handlung auftreten. Auch dazu zählen kann man StormXPadmes "Weathered"-Zyklus zu den X-Men-Filmen (hier ist es wieder ein OC, der Veränderungen bringt, UND sie ignoriert den 3. Film - was ich btw. gut finde, der 3. Film war... nicht gut!). Auch die berühmt-berüchtigten "Mary Sue landet in Mittelerde/der italienischen Renaissance/in Hogwarts/whoever"-Fanfics kann man dazu zählen.
Solche Fanfictions verändern den Canon, aber nicht das Universum - also die Charaktere, die Lore, die Hintergründe etc. bleiben gleich.
OoU-Fiction
Darunter kann man sämtliche Fanfictions fassen, in denen man die Charaktere aus dem Original einfach mal in ein fremdes Universum pflanzt. Die besseren dieser FFs sind mitunter Crossover oder erklären die "Auswanderung" der Charaktere zumindest recht gut. Meistens sind diese Fanfictions aber so geschrieben, dass es keine Ähnlichkeiten mehr gibt zwischen dem Ursprungsuniversum und dem, in welchem sich die Charaktere jetzt befinden, schlimmstenfalls haben die Charaktere mit denen des Originals nur noch die Namen gemein.
Beispiele für eine solche Fanfiction sind z.B. eine FF, in der Harry Potter ein Filmstar ist, der sich in den Millionärssohn Draco Malfoy verliebt, oder eine FF, in denen Altair und Malik aus "Assassin's Creed" zusammen ein College besuchen, oder die X-Men eine Rockband sind.
Die meisten dieser FFs sind in der realen Welt der Gegenwart angesiedelt, und tragen häufig solche Beinamen wie "All human" (bei Fanfictions, in denen viele/alle/einige Charaktere keine Menschen sind) oder "Muggleverse" (für Harry Potter).
So, da hätten wir sie also alle 3 zusammen! Wie man sieht, habe ich sowohl Enhancement-Fics als auch AU-Fics, aber noch nie eine OoU-Fic geschrieben, und das hat einen Grund: Ich sehe nicht den Reiz darin eine FF zu schreiben, die sowieso nichts mehr mit dem Original zu tun hat. Ich schreibe und lese FFs ja gerade, WEIL ich mehr von einem Universum will, und nicht, weil ich eigentlich etwas ganz anderes will.
Keine dieser Kategorien gibt eine Garantie für gute Fanfictions. Ich kann genauso gut furchtbare Mary-Sue-Fics mit einem dummen Plot in einer Enhancement-Fic bringen. Trotzdem haben Enhancement- und AU-Fics für mich einen Reiz, deswegen schreibe und lese ich sie. Ich benutze gerne meine Fantasie, um alternative Szenarien durchzuspielen oder dort Geschichten einzufügen, worüber im Canon kein Wort verloren wurde.
Warum man allerdings Altair und Malik zu Studenten machen muss, die weder mit Templern, noch mit Assassinen, noch mit dem Kredo etwas anfangen können und sich im schlimmsten Fall wie unreife Schulmädchen verhalten (weil man es nicht gebacken bekommt, ein schwules Pärchen wie zwei Männer zu schreiben), das werde ich nie verstehen. Da kann man meiner Meinung nach auch gleich eine FA schreiben.
Die meisten - nein, eigentlich alle! - OoU-Fics sind mir daher einfach zuwieder, und es ist eine Schande, dass man OoU immer sofort mit AU-Fics zu assoziieren scheint. Denn AU - in meiner Definition - kann sehr interessant sein (immer vorausgesetzt, da sitzt ein kompetenter Schreiberling dahinter) und bekommt dadurch einen miesen Ruf weg, nur weil manche - auch ich! - die Gleichung "OoU = AU" aufstellen. Das heißt jetzt nicht, dass alle AUs gut sind. Auch da gilt Sturgeons-Law, dass 90 % von allem Mist ist ;) Aber das man wegen der "OoU=AU"-Gleichung oft nicht mal die Lust hat, nach den 10 % Perlen zu suchen... das ist doch schade, oder?
Es wäre doch schön, wenn sich "OoU" als Kennzeichnung durchsetzt, denn heutzutage fallen OoU und AU irgendwie immer noch zusammen. Obwohl es da, wie man sieht, eine klare Trennung gibt!
Jedenfalls, das waren sie mal wieder
my 5 Cents
Mir ist aufgefallen, dass man Fanfictios so ganz allgemein in drei Kategorien einteilen kann, die sich an der Nähe zum Canon messen.
Die erste Fanfiction-Kategorie bezeichne ich jetzt einfach mal als "Enhancement-Fiction" (abgekürzt "Enhancement-Fic" oder einfach "EF"), die zweite nenne ich "AU-Fiction" und die dritte "Out-of-Universe-Fiction" oder einfach "OoU-Fiction".
Nun, was bedeuten diese Kategorien? Ich erkläre das einfach mal anhand von ein paar Beispielen:
Enhancement-Fiction
Eine Enhancement-Fiction zeichnet sich dadurch aus, dass sie hervorragend so auch im Canon hätte passieren können. Sie fügt sich bestenfalls natlos in den Canon ein und erweitert ihn, verändert ihn aber nicht. Eine Enhancement-Fiction fügt dem Originalen Universum also neue Inhalte und Geschichten hinzu, ohne dabei die alten (wirklich) anzutasten.
Sie ist also sehr nah am Canon, da sie diesen nicht verändert. Eine EF kann z.B. ein Prequel sein (wenn es noch keinen offiziellen gibt) oder eine FF mit eigenen Charakteren, die im selben Universum spielt, solange die eigenen Charakter den Canon nicht verändern.
Beispiele für Enhancement-Fics sind z.B. meine Star Wars Kurzgeschichten "STAR WARS - Die Prophezeiung der Jedi-Meisterin" und "STAR WARS - Gemeinsame Stärke" sowie meine Assassin's Creed Fanfiction "Caccia a Venezia" oder meine Rumtreiber-Fanfiction "Die Rumtreiber und die ersten Geheimnisse".
Die erste beschreibt eine kurze Episode in Darth Vaders Leben, in dem er eine der überlebenden Jedi jagt, die ihm prophezeit, er wird eines Tages von seinem eigen Fleisch und Blut wieder zur hellen Seite geführt werden. Das hätte genauso passieren können, ohne dass es Auswirkungen auf den Canon hatte.
"Gemeinsame Stärke" dreht sich um zwei eigene Charaktere, die während der Klonkriege auf einem Planeten abstürzen, aber nie Kontakt zu den Canon Charakteren haben, so dass ihre Aktionen keinerlei Einfluss auf den Canon ausüben und ihn daher nicht verändern.
"Caccia a Venezia" erweitert die Haupthandlung während Ezios Zeit in Venedig, man könnte die hinzugefügten Szenen mit den Cristina-Erinnerungen aus Brotherhood vergleichen. Ezio hat sie verdrängt, weswegen wir in AC2 nichts davon mitbekommen, trotzdem ist es passiert.
Und meine Rumtreiber-FF ist ein Prequel zu Harry Potter, in dem ich mich an das halte, was JKR über die Schulzeit der Rumtreiber verriet und den Rest mit meiner eigenen Fantasie fülle.
Keine dieser Fanfictions verändert jedoch den Canon (so sehr), dass die Handlung eine andere wird. Die Handlung wird dadurch lediglich erweitert.
AU-Fiction
Vorweg: Ich habe mich entschlossen, den Begriff "AU" - "Alternate Universe" - hier aufzuspalten, in "AU" und "OoU". Was damit gemeint ist, lest ihr gleich noch.
Also, was verstehe ich unter einer "AU-Fiction"?
Kurz: Eine Fanfiction, die den Canon nicht nur erweitert, sondern auch verändert. D.h. im Klartext: Im Original trat vor dem Beginn der FF eine Veränderung auf (oder auch während der FF tritt diese Veränderung auf), die Auswirkungen auf die Handlung - also den Canon - hat. Das können sehr große oder auch eher marginale Auswirkungen sein. Die Veränderungen können praktisch alles sein - aber das Universum bleibt dasselbe!
Also, wenn in der Fanfiction ein Charakter schwul ist, der es im Original nicht war, ist das AU. Wenn in der Fanfiction ein Charakter (über-)lebt oder stirbt, der im Canon stirbt oder überlebt, ist das AU.
Beispiele für eine AU-Fiction sind z.B. meine "Star Wars"-Fanfics "Im Schatten der Macht" (Obi-Wan rettet Anakin nach ihrem Mustafar-Duell vor der Lava) und "Der dunkle Fluch - Die Macht des Schicksals - Buch I" (Anakin/Vader überlebt den 2. Todesstern). Auch Pookys grandioses, aber mittlerweile leider von FF.de gelöschtes AC2-Fanfiction-Kunstwerk "Deception" gehört dazu, weil durch ihren OC Sara Veränderungen während der Handlung auftreten. Auch dazu zählen kann man StormXPadmes "Weathered"-Zyklus zu den X-Men-Filmen (hier ist es wieder ein OC, der Veränderungen bringt, UND sie ignoriert den 3. Film - was ich btw. gut finde, der 3. Film war... nicht gut!). Auch die berühmt-berüchtigten "Mary Sue landet in Mittelerde/der italienischen Renaissance/in Hogwarts/whoever"-Fanfics kann man dazu zählen.
Solche Fanfictions verändern den Canon, aber nicht das Universum - also die Charaktere, die Lore, die Hintergründe etc. bleiben gleich.
OoU-Fiction
Darunter kann man sämtliche Fanfictions fassen, in denen man die Charaktere aus dem Original einfach mal in ein fremdes Universum pflanzt. Die besseren dieser FFs sind mitunter Crossover oder erklären die "Auswanderung" der Charaktere zumindest recht gut. Meistens sind diese Fanfictions aber so geschrieben, dass es keine Ähnlichkeiten mehr gibt zwischen dem Ursprungsuniversum und dem, in welchem sich die Charaktere jetzt befinden, schlimmstenfalls haben die Charaktere mit denen des Originals nur noch die Namen gemein.
Beispiele für eine solche Fanfiction sind z.B. eine FF, in der Harry Potter ein Filmstar ist, der sich in den Millionärssohn Draco Malfoy verliebt, oder eine FF, in denen Altair und Malik aus "Assassin's Creed" zusammen ein College besuchen, oder die X-Men eine Rockband sind.
Die meisten dieser FFs sind in der realen Welt der Gegenwart angesiedelt, und tragen häufig solche Beinamen wie "All human" (bei Fanfictions, in denen viele/alle/einige Charaktere keine Menschen sind) oder "Muggleverse" (für Harry Potter).
So, da hätten wir sie also alle 3 zusammen! Wie man sieht, habe ich sowohl Enhancement-Fics als auch AU-Fics, aber noch nie eine OoU-Fic geschrieben, und das hat einen Grund: Ich sehe nicht den Reiz darin eine FF zu schreiben, die sowieso nichts mehr mit dem Original zu tun hat. Ich schreibe und lese FFs ja gerade, WEIL ich mehr von einem Universum will, und nicht, weil ich eigentlich etwas ganz anderes will.
Keine dieser Kategorien gibt eine Garantie für gute Fanfictions. Ich kann genauso gut furchtbare Mary-Sue-Fics mit einem dummen Plot in einer Enhancement-Fic bringen. Trotzdem haben Enhancement- und AU-Fics für mich einen Reiz, deswegen schreibe und lese ich sie. Ich benutze gerne meine Fantasie, um alternative Szenarien durchzuspielen oder dort Geschichten einzufügen, worüber im Canon kein Wort verloren wurde.
Warum man allerdings Altair und Malik zu Studenten machen muss, die weder mit Templern, noch mit Assassinen, noch mit dem Kredo etwas anfangen können und sich im schlimmsten Fall wie unreife Schulmädchen verhalten (weil man es nicht gebacken bekommt, ein schwules Pärchen wie zwei Männer zu schreiben), das werde ich nie verstehen. Da kann man meiner Meinung nach auch gleich eine FA schreiben.
Die meisten - nein, eigentlich alle! - OoU-Fics sind mir daher einfach zuwieder, und es ist eine Schande, dass man OoU immer sofort mit AU-Fics zu assoziieren scheint. Denn AU - in meiner Definition - kann sehr interessant sein (immer vorausgesetzt, da sitzt ein kompetenter Schreiberling dahinter) und bekommt dadurch einen miesen Ruf weg, nur weil manche - auch ich! - die Gleichung "OoU = AU" aufstellen. Das heißt jetzt nicht, dass alle AUs gut sind. Auch da gilt Sturgeons-Law, dass 90 % von allem Mist ist ;) Aber das man wegen der "OoU=AU"-Gleichung oft nicht mal die Lust hat, nach den 10 % Perlen zu suchen... das ist doch schade, oder?
Es wäre doch schön, wenn sich "OoU" als Kennzeichnung durchsetzt, denn heutzutage fallen OoU und AU irgendwie immer noch zusammen. Obwohl es da, wie man sieht, eine klare Trennung gibt!
Jedenfalls, das waren sie mal wieder
my 5 Cents
Donnerstag, 22. November 2012
Assassin's Creed 3 Fangasmus
Okay, sorry für diesen leicht perversen Titel, aber etwas anderes trifft es gerade irgendwie nur sehr suboptimal... Ich habe gestern - völlig überraschend um 18 Uhr! - mein Päckchen mit AC3 erhalten und war natürlich völlig begeistert und aus dem Häuschen und wahnsinnig erleichtert, hab auch sofort installiert und gepatcht...
Und dann fing ich an zu spielen... Ich war total hibbelig. Ganz grob wusste ich ja schon, was mich erwartet nämlich vermutlich erstmal Desmond (weil jeder AC-Teil mit ihm beginnt) und danach Mr. Haytham Kenway (den Spoilern sei Dank, aber was soll's, ich kann damit leben... so habe ich mich wenigstens nicht gewundert, wo denn jetzt Connor ist).
Ich spiele also ein paar Minuten und finde es ganz schön toll (auch wenn ich Ezio vermisse natürlich) und dann lande ich vor dieser verfluchten Tür die man knacken soll um hinter die Kulissen der Oper zu kommen und erleide meinen ersten Frustmoment, weil dieses verfluchte Teil einfach nicht aufgehen wollte, Herrgottsakrament! Ich war nah daran, meinen Kontroller in die Ecke zu pfeffern, wirklich... aber dann hab ich es trotzdem noch geschafft, ich war so stolz als wäre das mein erster erledigter Hauptgegner gewesen (was es für mich irgendwie auch war)...
Jedenfalls... das allererste Opfer war danach schnell Geschichte. War wohl sein letzter Opernbesuch...
Mittlerweile ist nach Haytham nach 72 Tagen Überfahrt endlich in Boston angekommen (interessante Zahl, diese 72, taucht irgendwie immer wieder in den AC-Spielen auf!) und hat ein paar Typen angeworben/gerettet, die ihm helfen sollen dieses First-Civilisation-Storehaus (ich spiele auf Englisch...) oder was das war zu finden, und er hat mittlerweile auch eine Rotrockkompanie erfüllen mit diesen genannten Leuten, sich als Rotrock verkleidet und dieses Fort infiltriert, wobei er eine schweigsame Indianerdame befreit hat... (Connors Mutter?)
Weiter bin ich auch nicht. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass einige dieser zusätzlichen Missionsziele wirklich SACKSCHWER zu erreichen sind, zumindest für mich. Vor allem dieses "Lass dich bloß nicht entdecken!"-Spielchen. Aber das ist okay und motiviert.
Ach ja, ich hatte zu erwähnen vergessen, dass dieser Eintrag hier nicht ganz spoilerfrei ist. Großes Sorry!
Also... ich kenne bis jetzt ja nur Haytham, weil Connor ja noch nicht mal gezeugt ist (wäre er das schon, würden wir ja Haytham zwingend verlassen müssen, daran lässt sich das unschwer erkennen), und der Typ... er hat schon was (auch wenn er nicht Ezio ist!). Ich rate jedem hier, spielt auf Englisch, ich bezweifle stark dass Haytham in der dt. Synchro auch mit diesem britischen Akzent spricht!
Der "gute" Haytham hat so ein paar Assassinentechniken drauf, aber seine Mitstreiter sind darüber irgendwie arg verblüfft ab und an. Als wären die ihnen irgendwie neu. Und Haytham spricht von seinen Leuten als "dem Orden" nicht als "der Bruderschaft". In meinem Kopf formt sich so langsam die Vermutung, dass Haytham kein Assassine ist...?
Überhaupt ist der Kerl irgendwie schwer fassbar, also was seine Gesinnung angeht. Ich habe so das Gefühl, er ist brandgefährlich, aber wirklich brandgefährlich, und das, obwohl er eigentlich immer sehr höflich und taktvoll ist... wie gesagt, er hat schon was, irgendwie... (auch, wenn er nicht Ezio ist) und ich spiele gerne mit ihm, d.h. es stört mich nicht, dass ich Connor noch nicht kennen gelernt habe.
Ach ja, mit Haytham haben wir schon wieder eine Spielfigur die mich mehr beschäftigt als Altair. Altair ist ein interessanter Charakter, aber er geht mir irgendwie nicht richtig nah. Er ist mir eigentlich ziemlich egal, ich finde, er hat in den Spielen auch nichts wirkliches besonderes, herausstechendes gezeigt, etwas, dass ihn für mich persönlich interessant gemacht hätte. Das, was Desmond mit mir geschafft hat (ich liebe seinen Zynismus!) und Ezio sowieso, und auch Haytham... und ich hoffe, Connor hat es auch.
Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen wie es jetzt weitergeht und ob ich es schaffe, Haytham diese Eckattentate machen zu lassen, die es für die volle Synchro dieser Erinnerung braucht. Irgendwie werde ich nämlich ständig entdeckt, verdammt noch mal...
Trotzdem - obwohl das Klettern jetzt ein wenig anders funktioniert, man braucht diese eine Taste nicht mehr gedrückt halten - und trotz des anderen Settings und eines Protagonisten, der ohne das Assassinenweiß herumläuft (zumindest das ändert sich später sowieso, mit Connor) fühlt es sich an wie Heimkommen. Auch wenn ich Ezio, wie gesagt, vermisse. Das Spiel macht bisher wirklich sehr viel Spaß und ich bin sicher, da ist noch Luft nach oben :D
Und bitte keine fiesen Spoiler in die Kommentare, ich bin über AC3 schon genug gespoilert wurde, u.A. über Details, die ich GAR NICHT WISSEN WOLLTE bevor ich es nicht selbst (durch-)gespielt habe. Schönen Dank dafür an die bescheuerten youtube-Kommentatoren, die Spoiler in die Comments unter der Trailermusik schreiben mussten! Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht, mir nämlich nicht!
Jedenfalls - habt Erbarmen mit mir. Keine Spoiler zur Handlung, bitte! Oder zu den Charakteren und deren Schicksal usw.
That was it,
my 5 Cents
Und dann fing ich an zu spielen... Ich war total hibbelig. Ganz grob wusste ich ja schon, was mich erwartet nämlich vermutlich erstmal Desmond (weil jeder AC-Teil mit ihm beginnt) und danach Mr. Haytham Kenway (den Spoilern sei Dank, aber was soll's, ich kann damit leben... so habe ich mich wenigstens nicht gewundert, wo denn jetzt Connor ist).
Ich spiele also ein paar Minuten und finde es ganz schön toll (auch wenn ich Ezio vermisse natürlich) und dann lande ich vor dieser verfluchten Tür die man knacken soll um hinter die Kulissen der Oper zu kommen und erleide meinen ersten Frustmoment, weil dieses verfluchte Teil einfach nicht aufgehen wollte, Herrgottsakrament! Ich war nah daran, meinen Kontroller in die Ecke zu pfeffern, wirklich... aber dann hab ich es trotzdem noch geschafft, ich war so stolz als wäre das mein erster erledigter Hauptgegner gewesen (was es für mich irgendwie auch war)...
Jedenfalls... das allererste Opfer war danach schnell Geschichte. War wohl sein letzter Opernbesuch...
Mittlerweile ist nach Haytham nach 72 Tagen Überfahrt endlich in Boston angekommen (interessante Zahl, diese 72, taucht irgendwie immer wieder in den AC-Spielen auf!) und hat ein paar Typen angeworben/gerettet, die ihm helfen sollen dieses First-Civilisation-Storehaus (ich spiele auf Englisch...) oder was das war zu finden, und er hat mittlerweile auch eine Rotrockkompanie erfüllen mit diesen genannten Leuten, sich als Rotrock verkleidet und dieses Fort infiltriert, wobei er eine schweigsame Indianerdame befreit hat... (Connors Mutter?)
Weiter bin ich auch nicht. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass einige dieser zusätzlichen Missionsziele wirklich SACKSCHWER zu erreichen sind, zumindest für mich. Vor allem dieses "Lass dich bloß nicht entdecken!"-Spielchen. Aber das ist okay und motiviert.
Ach ja, ich hatte zu erwähnen vergessen, dass dieser Eintrag hier nicht ganz spoilerfrei ist. Großes Sorry!
Also... ich kenne bis jetzt ja nur Haytham, weil Connor ja noch nicht mal gezeugt ist (wäre er das schon, würden wir ja Haytham zwingend verlassen müssen, daran lässt sich das unschwer erkennen), und der Typ... er hat schon was (auch wenn er nicht Ezio ist!). Ich rate jedem hier, spielt auf Englisch, ich bezweifle stark dass Haytham in der dt. Synchro auch mit diesem britischen Akzent spricht!
Der "gute" Haytham hat so ein paar Assassinentechniken drauf, aber seine Mitstreiter sind darüber irgendwie arg verblüfft ab und an. Als wären die ihnen irgendwie neu. Und Haytham spricht von seinen Leuten als "dem Orden" nicht als "der Bruderschaft". In meinem Kopf formt sich so langsam die Vermutung, dass Haytham kein Assassine ist...?
Überhaupt ist der Kerl irgendwie schwer fassbar, also was seine Gesinnung angeht. Ich habe so das Gefühl, er ist brandgefährlich, aber wirklich brandgefährlich, und das, obwohl er eigentlich immer sehr höflich und taktvoll ist... wie gesagt, er hat schon was, irgendwie... (auch, wenn er nicht Ezio ist) und ich spiele gerne mit ihm, d.h. es stört mich nicht, dass ich Connor noch nicht kennen gelernt habe.
Ach ja, mit Haytham haben wir schon wieder eine Spielfigur die mich mehr beschäftigt als Altair. Altair ist ein interessanter Charakter, aber er geht mir irgendwie nicht richtig nah. Er ist mir eigentlich ziemlich egal, ich finde, er hat in den Spielen auch nichts wirkliches besonderes, herausstechendes gezeigt, etwas, dass ihn für mich persönlich interessant gemacht hätte. Das, was Desmond mit mir geschafft hat (ich liebe seinen Zynismus!) und Ezio sowieso, und auch Haytham... und ich hoffe, Connor hat es auch.
Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen wie es jetzt weitergeht und ob ich es schaffe, Haytham diese Eckattentate machen zu lassen, die es für die volle Synchro dieser Erinnerung braucht. Irgendwie werde ich nämlich ständig entdeckt, verdammt noch mal...
Trotzdem - obwohl das Klettern jetzt ein wenig anders funktioniert, man braucht diese eine Taste nicht mehr gedrückt halten - und trotz des anderen Settings und eines Protagonisten, der ohne das Assassinenweiß herumläuft (zumindest das ändert sich später sowieso, mit Connor) fühlt es sich an wie Heimkommen. Auch wenn ich Ezio, wie gesagt, vermisse. Das Spiel macht bisher wirklich sehr viel Spaß und ich bin sicher, da ist noch Luft nach oben :D
Und bitte keine fiesen Spoiler in die Kommentare, ich bin über AC3 schon genug gespoilert wurde, u.A. über Details, die ich GAR NICHT WISSEN WOLLTE bevor ich es nicht selbst (durch-)gespielt habe. Schönen Dank dafür an die bescheuerten youtube-Kommentatoren, die Spoiler in die Comments unter der Trailermusik schreiben mussten! Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht, mir nämlich nicht!
Jedenfalls - habt Erbarmen mit mir. Keine Spoiler zur Handlung, bitte! Oder zu den Charakteren und deren Schicksal usw.
That was it,
my 5 Cents
Mittwoch, 21. November 2012
Naiv stupid me
Ich bin gerade ziemlich sauer. Sauer auf mich, sauer auf Amazon und sauer auf die Post.
Warum? Weil ich gestern gelesen habe, dass mein AC3 schon um 13 Uhr weggeschickt wurde und mir sofort Hoffnungen gemacht habe, es schon einen Tag vor PC-Release, nämlich heute zu bekommen. Und mir, obwohl ich realistisch gesehen wusste, dass das eher unwahrscheinlich sein wird, weil ich am Arsch der Welt lebe und nun mal der 22. November Release ist, Hoffnungen gemacht habe darauf, dass es heute kommt. Das ist nicht passiert. 3 Uhr ist vorbei und nach 3 Uhr kommt bei uns die Post nicht mehr.
Warum bin ich sauer auf Amazon? Weil ich den Leuten 6 Euro für den Overnight-Express draufgezahlt habe und ich es trotzdem nicht einen Tag nach Versand bekam. So sollte das eigentlich nicht laufen, wenn ich extra noch mehr drauf lege!
Und warum auf die Post? Weil das verdammte Paket gestern mittag abgeschickt wurde, und es eig. logisch wäre, dass es heute ankommt, das aber nicht passiert ist. Weil die Post pennen muss.
Gut, ich bin nicht allein sauer. Ich bin auch enttäuscht und traurig und ich fühle mich erbärmlich, weil ich selbst als klar wurde, dass die Post anscheinend schon da war - ohne mein Paket! *fauch* - immer noch hoffnungsvoll aus dem Fenster gesehen habe, in der erbärmlichen Hoffnung auf ein Wunder...
Und meine Enttäuschung/Wut/Erbärmlichkeit/Traurigkeit wird dadurch, dass offenbar zig PCler mal wieder mehr Glück hatten als ich und jetzt alle schon am AC3-Installieren sind, kein bisschen gelindert. Im Gegenteil. Ich fühle mich dadurch auch noch verarscht.
Okay, ich weiß, meine Tirade hier interessiert keinen, aber ich musste das loswerden, sonst werfe ich mich am Ende noch aufs Bett und heule in mein Kissen, und das wäre dann erst recht erbärmlich...
My 5 Cents
Andauril
Warum? Weil ich gestern gelesen habe, dass mein AC3 schon um 13 Uhr weggeschickt wurde und mir sofort Hoffnungen gemacht habe, es schon einen Tag vor PC-Release, nämlich heute zu bekommen. Und mir, obwohl ich realistisch gesehen wusste, dass das eher unwahrscheinlich sein wird, weil ich am Arsch der Welt lebe und nun mal der 22. November Release ist, Hoffnungen gemacht habe darauf, dass es heute kommt. Das ist nicht passiert. 3 Uhr ist vorbei und nach 3 Uhr kommt bei uns die Post nicht mehr.
Warum bin ich sauer auf Amazon? Weil ich den Leuten 6 Euro für den Overnight-Express draufgezahlt habe und ich es trotzdem nicht einen Tag nach Versand bekam. So sollte das eigentlich nicht laufen, wenn ich extra noch mehr drauf lege!
Und warum auf die Post? Weil das verdammte Paket gestern mittag abgeschickt wurde, und es eig. logisch wäre, dass es heute ankommt, das aber nicht passiert ist. Weil die Post pennen muss.
Gut, ich bin nicht allein sauer. Ich bin auch enttäuscht und traurig und ich fühle mich erbärmlich, weil ich selbst als klar wurde, dass die Post anscheinend schon da war - ohne mein Paket! *fauch* - immer noch hoffnungsvoll aus dem Fenster gesehen habe, in der erbärmlichen Hoffnung auf ein Wunder...
Und meine Enttäuschung/Wut/Erbärmlichkeit/Traurigkeit wird dadurch, dass offenbar zig PCler mal wieder mehr Glück hatten als ich und jetzt alle schon am AC3-Installieren sind, kein bisschen gelindert. Im Gegenteil. Ich fühle mich dadurch auch noch verarscht.
Okay, ich weiß, meine Tirade hier interessiert keinen, aber ich musste das loswerden, sonst werfe ich mich am Ende noch aufs Bett und heule in mein Kissen, und das wäre dann erst recht erbärmlich...
My 5 Cents
Andauril
Dienstag, 20. November 2012
Es ist neu! Es ist ungewohnt... Ich hasse es!
Darüber könnte ich mich jedes Mal aufs Neue aufregen. Vor allem in der Gamerwelt ist dieses Phänomen immer wieder anzutreffen und eng verwandt mit dem "Früher war alles besser"-Syndrom.
Es gibt da einige recht prominente Beispiele in der Welt der Videospiele, die sicher kaum jemanden entgangen sein dürften. Die Faustregel der Spieler scheint zu sein: "Der 1. Teil ist immer der Beste!" Und darauf beharrt man dann steif und fest, auch wenn der 1. Teil erzählerisch mangelhaft war, der Spielablauf wenig abwechslungsreich, der Protagonist schlecht beleuchtet... Aber dieses Spiel hatte ja zumindest noch etwas, das seine (miesen!!!!111einseinself) Nachfolger nicht hatten: eine Seele! Anspruch!
Manchmal - manchmal! - stimmt das ja auch... aber nicht immer.
Ich werde das mal an ein paar Beispielen erläutern:
1. Beispiel: Mass Effect von BioWare
Der erste Teil (Mass Effect) der Trilogie wurde von den "Mass-Effectlern" für ziemlich großartig gehalten. War er auch. Man hatte eine spannende Handlung, interessante Charaktere, nette Schauplätze. Aber es gab eben auch Schwachstellen. Die Planeten, die nicht Schauplatz der Haupthandlung waren, waren furchtbar generisch und sahen alle so ziemlich gleich aus. Der Hauptcharakter, Commander Shepard, war zu dem Zeitpunkt eine Art Vorzeigesoldat der wenig menschlich wirkte dadurch, dass er kaum jemals Schwäche erkennen ließ oder versagte. Das Gameplay war zähflüssig, die Kampfeinlagen spielten sich entsprechend. Und das Deckungssystem war katastrophal. Und das Mako! So ein grausames Spielelement habe ich noch nie erlebt!
Mass Effect 2 hat eigentlich nicht viel anders gemacht, aber die generischen Nebenlevels flogen raus. Die neuen Nebenquestareale waren kleiner, aber individueller gestaltet, mit mehr Details. Die Handlung knüpfte an den Vorgänger an, war aber anders erzählt. Eher in Episoden und es drehte sich mehr um persönliche Schicksale, die große Gefahr war halt vorrübergehend gebannt... das Gameplay war viel flüssiger, auch wenn die Kämpfe mehr wurden, aber zumindest spielten sie sich jetzt doch nicht mehr so zäh und hatten mehr Tempo. Aber die Spielergemeinde fing sofort an, Mass Effect 1 mit neuen Schauplätzen zu wollen. Es wäre doch gut so gewesen, wie es davor war. Alles, was jetzt anders war, sei nur eine Vereinfachung und daher schlecht.
Wie das Lied mit Mass Effect 3 weiter ging, muss ich nicht erläutern, oder? In Mass Effect 3 ging man ein Stück zurück in Mass Effect 1 Richtung, was das Skillsystem betraf. Der Rest blieb eher so wie in Mass Effect 2. Abgesehen von der Handlung, die war wieder von epischer Größe. ABER Shepard zeigte sich zum ersten Mal als Mensch mit Schwächen. Shepard scheitert, Shepard leidet, Shepard verzweifelt und bricht fast zusammen, kämpft sich trotzdem ans Ziel und erreicht es - aber schwer verletzt und zerschlagen. Viele halten das tatsächlich für eine SCHLECHTE Entwicklung! Die Vermenschlichung des Helden soll schlecht sein? Warum will man nur unfehlbare, unerschütterliche Charaktere haben? Ich würde ME3 als meinen Lieblingsteil betrachten, auch wenn das Ende kacke war.
Für viele Gamer ist es trotzdem anscheinend das mieseste der Spiel der Reihe... und warum? Weil es nicht Mass Effect 1 ist.
Logik?
2. Beispiel: Dragon Age von BioWare
Hier ist es mal umgekehrt. Der erste Teil war wirklich besser, was daran liegt, dass Dragon Age Origins einfach wesentlich fertiger wirkt als Dragon Age 2. Dragon Age 2 hatte großes Potenzial durch das Versprechen einer persönlichen, auf den Hauptcharakter geschriebenen Geschichte und dass die Entscheidungen den Verlauf der Handlung beeinflussen. Heraus kam ein Spiel, das in viel zu kurzer Zeit (1,5 Jahre für ein Rollenspiel ist einfach viel zu kurz!) auf den Markt gebracht wurde und dadurch eben nur sehr wenige und sehr marginale Einflussmöglichkeiten auf die Handlung bot. Es gab viele, sehr viele Gebietskopien (auch während der Hauptmissionen) und die Geschichte war zwar persönlich, hat ihr Potenzial aber nicht voll ausgeschöpft. Trotzdem hat DA2 zumindest einiges ansatzweise besser gemacht als sein Vorgänger. Erstmals war es jetzt möglich, seine Begleiter in den Dialog einzuklinken und dadurch teilweise andere Gesprächsverläufe oder zusätzliche Informationen zu erhalten. Die Kämpfe spielten sich jetzt flotter (auch wenn manche der Animationen schlicht übertrieben waren). Die Skilltrees waren auch besser, da verzweigter, nicht mehr linear. Und Spaß hat es trotz der Fehler trotzdem irgendwie gemacht. Trotzdem neigt man unter den Dragon Age Spielern dazu, DA2 für totalen Schrott zu halten und DAO in den Himmel zu loben (dem gegenüber). Tja, da bin ich wieder mal anderer Ansicht. Denn DAO ist sicher gut, aber nicht so toll, wie viele es finden. Und DA2 ist zwar schwächer als DAO, aber es ist dennoch ein recht unterhaltsames und solides Spiel geworden.
3. Beispiel: Assassin's Creed von Ubisoft
Herrje, hier geht mir das ja besonders auf den Sack. Und warum? Weil ich dieses ganze Genöle einfach nicht mehr hören kann darüber, wie geil!!!!!!111einseinself doch AC1 war und wie "vereinfacht" und "vercasualisiert" und im Vergleich "schlecht" doch seine Nachfolger...
AC1 war mit Sicherheit kein schlechtes Spiel. Es hatte interessante Charaktere, das Gameplay ist sowieso (für mich zumindest) klasse gewesen und die Handlung war auch gut. ABER der Spielablauf war doch immer der gleiche, oder? Rein in die Stadt, Infos sammeln, Ziel töten, raus aus der Stadt. Und das neun mal. Ist beim ersten und auch beim zweiten Mal noch ganz spannend und lustig gewesen, aber dann hatte man alles gesehen und es wurde irgendwie langweilig. Hätte ich nicht wissen wollen, wie das Ende aussieht, und hätte das Herumklettern nicht so einen Spaß gemacht... ich wäre heute bestimmt kein Fan der Reihe. Denn weder die Handlung noch der Hauptcharakter Altair wurden so präsentiert, wie sie hätten präsentiert werden müssen. Trotzdem ist AC1 für viele AC-Spieler DAS Assassin's Creed.
Wie viel besser es doch die Nachfolger (AC2, ACB, ACR - AC3 hab ich noch nicht gespielt) gemacht haben. Das Gameplay, also die Missionen, sind abwechslungsreich. Die Charaktere sind nicht minder interessant, aber diesmal kann man sie hassen, lieben oder verachten... Ezio ist als Protagonist greifbar, man lernt ihn kennen, nicht nur als Assassinen, sondern auch als Bruder, Sohn, Frauenschwarm, Tunichtgut, Neffe, Freund. Das Spiel hat viel mehr Bezug auf die Hauptperson. Und dabei behält es die Stärken des Vorgängers bei (das Klettern bspw., Desmonds Rahmenhandlung). Hinzu kommen Nebenquests - endlich mal! Trotzdem bekommt man zu hören, AC3/B/R seien zu leicht, zu wenig herausfordernd und Ezio wäre kein richtiger Assassine, und man mag ihn nicht, weil Keks.
Ich fand AC1 nie schwer. Die Gegner-KI war einfach doof. So schnell, wie den Gegnern die Puste ausging, war die Flucht doch echt ein Witz, und als Gegner waren nur die gepanzerten Templer 'ne Gefahr. In der Ezio-Trilogie sind die Gegner auch mal so schlau, ein Versteck zu durchsuchen, und sie verfolgen dich länger. Und die Konterfähigkeit ist nicht mehr so übermächtig. Hattest du die mal in AC1 erlernt, konntest du praktisch nicht mehr getötet werden (es sei denn, du stellst dich sehr blöd an).
Also, warum finden viele Spieler den 1. Teil immer am besten?
Meine Erklärung ist relativ simpel: Auch wenn sie immer danach schreien, dass sie Entwicklung sehen wollen, wollen sie in Wahrheit gar keine. Sie wollen das selbe Spiel mit neuen Schauplätzen und neuer Handlung, aber alles andere soll gefälligst so bleiben wie sie es gewohnt sind.
Viele der Gründe, warum man den neuen Teil, den neuen Helden, das neue Interface etc. blöd findet sind nämlich bei genauer Betrachtung absolut lächerlich und an den Haaren herbei gezogen. Das kommt mir vor wie ein Alibigrund um nicht zugeben zu müssen: Es ist zu ungewohnt für mich! Damit komme ich nicht klar!
Traurig eigentlich...
Wie auch immer... das war's zu dem Thema von mir, erstmal.
My 5 Cents
Andauril
Es gibt da einige recht prominente Beispiele in der Welt der Videospiele, die sicher kaum jemanden entgangen sein dürften. Die Faustregel der Spieler scheint zu sein: "Der 1. Teil ist immer der Beste!" Und darauf beharrt man dann steif und fest, auch wenn der 1. Teil erzählerisch mangelhaft war, der Spielablauf wenig abwechslungsreich, der Protagonist schlecht beleuchtet... Aber dieses Spiel hatte ja zumindest noch etwas, das seine (miesen!!!!111einseinself) Nachfolger nicht hatten: eine Seele! Anspruch!
Manchmal - manchmal! - stimmt das ja auch... aber nicht immer.
Ich werde das mal an ein paar Beispielen erläutern:
1. Beispiel: Mass Effect von BioWare
Der erste Teil (Mass Effect) der Trilogie wurde von den "Mass-Effectlern" für ziemlich großartig gehalten. War er auch. Man hatte eine spannende Handlung, interessante Charaktere, nette Schauplätze. Aber es gab eben auch Schwachstellen. Die Planeten, die nicht Schauplatz der Haupthandlung waren, waren furchtbar generisch und sahen alle so ziemlich gleich aus. Der Hauptcharakter, Commander Shepard, war zu dem Zeitpunkt eine Art Vorzeigesoldat der wenig menschlich wirkte dadurch, dass er kaum jemals Schwäche erkennen ließ oder versagte. Das Gameplay war zähflüssig, die Kampfeinlagen spielten sich entsprechend. Und das Deckungssystem war katastrophal. Und das Mako! So ein grausames Spielelement habe ich noch nie erlebt!
Mass Effect 2 hat eigentlich nicht viel anders gemacht, aber die generischen Nebenlevels flogen raus. Die neuen Nebenquestareale waren kleiner, aber individueller gestaltet, mit mehr Details. Die Handlung knüpfte an den Vorgänger an, war aber anders erzählt. Eher in Episoden und es drehte sich mehr um persönliche Schicksale, die große Gefahr war halt vorrübergehend gebannt... das Gameplay war viel flüssiger, auch wenn die Kämpfe mehr wurden, aber zumindest spielten sie sich jetzt doch nicht mehr so zäh und hatten mehr Tempo. Aber die Spielergemeinde fing sofort an, Mass Effect 1 mit neuen Schauplätzen zu wollen. Es wäre doch gut so gewesen, wie es davor war. Alles, was jetzt anders war, sei nur eine Vereinfachung und daher schlecht.
Wie das Lied mit Mass Effect 3 weiter ging, muss ich nicht erläutern, oder? In Mass Effect 3 ging man ein Stück zurück in Mass Effect 1 Richtung, was das Skillsystem betraf. Der Rest blieb eher so wie in Mass Effect 2. Abgesehen von der Handlung, die war wieder von epischer Größe. ABER Shepard zeigte sich zum ersten Mal als Mensch mit Schwächen. Shepard scheitert, Shepard leidet, Shepard verzweifelt und bricht fast zusammen, kämpft sich trotzdem ans Ziel und erreicht es - aber schwer verletzt und zerschlagen. Viele halten das tatsächlich für eine SCHLECHTE Entwicklung! Die Vermenschlichung des Helden soll schlecht sein? Warum will man nur unfehlbare, unerschütterliche Charaktere haben? Ich würde ME3 als meinen Lieblingsteil betrachten, auch wenn das Ende kacke war.
Für viele Gamer ist es trotzdem anscheinend das mieseste der Spiel der Reihe... und warum? Weil es nicht Mass Effect 1 ist.
Logik?
2. Beispiel: Dragon Age von BioWare
Hier ist es mal umgekehrt. Der erste Teil war wirklich besser, was daran liegt, dass Dragon Age Origins einfach wesentlich fertiger wirkt als Dragon Age 2. Dragon Age 2 hatte großes Potenzial durch das Versprechen einer persönlichen, auf den Hauptcharakter geschriebenen Geschichte und dass die Entscheidungen den Verlauf der Handlung beeinflussen. Heraus kam ein Spiel, das in viel zu kurzer Zeit (1,5 Jahre für ein Rollenspiel ist einfach viel zu kurz!) auf den Markt gebracht wurde und dadurch eben nur sehr wenige und sehr marginale Einflussmöglichkeiten auf die Handlung bot. Es gab viele, sehr viele Gebietskopien (auch während der Hauptmissionen) und die Geschichte war zwar persönlich, hat ihr Potenzial aber nicht voll ausgeschöpft. Trotzdem hat DA2 zumindest einiges ansatzweise besser gemacht als sein Vorgänger. Erstmals war es jetzt möglich, seine Begleiter in den Dialog einzuklinken und dadurch teilweise andere Gesprächsverläufe oder zusätzliche Informationen zu erhalten. Die Kämpfe spielten sich jetzt flotter (auch wenn manche der Animationen schlicht übertrieben waren). Die Skilltrees waren auch besser, da verzweigter, nicht mehr linear. Und Spaß hat es trotz der Fehler trotzdem irgendwie gemacht. Trotzdem neigt man unter den Dragon Age Spielern dazu, DA2 für totalen Schrott zu halten und DAO in den Himmel zu loben (dem gegenüber). Tja, da bin ich wieder mal anderer Ansicht. Denn DAO ist sicher gut, aber nicht so toll, wie viele es finden. Und DA2 ist zwar schwächer als DAO, aber es ist dennoch ein recht unterhaltsames und solides Spiel geworden.
3. Beispiel: Assassin's Creed von Ubisoft
Herrje, hier geht mir das ja besonders auf den Sack. Und warum? Weil ich dieses ganze Genöle einfach nicht mehr hören kann darüber, wie geil!!!!!!111einseinself doch AC1 war und wie "vereinfacht" und "vercasualisiert" und im Vergleich "schlecht" doch seine Nachfolger...
AC1 war mit Sicherheit kein schlechtes Spiel. Es hatte interessante Charaktere, das Gameplay ist sowieso (für mich zumindest) klasse gewesen und die Handlung war auch gut. ABER der Spielablauf war doch immer der gleiche, oder? Rein in die Stadt, Infos sammeln, Ziel töten, raus aus der Stadt. Und das neun mal. Ist beim ersten und auch beim zweiten Mal noch ganz spannend und lustig gewesen, aber dann hatte man alles gesehen und es wurde irgendwie langweilig. Hätte ich nicht wissen wollen, wie das Ende aussieht, und hätte das Herumklettern nicht so einen Spaß gemacht... ich wäre heute bestimmt kein Fan der Reihe. Denn weder die Handlung noch der Hauptcharakter Altair wurden so präsentiert, wie sie hätten präsentiert werden müssen. Trotzdem ist AC1 für viele AC-Spieler DAS Assassin's Creed.
Wie viel besser es doch die Nachfolger (AC2, ACB, ACR - AC3 hab ich noch nicht gespielt) gemacht haben. Das Gameplay, also die Missionen, sind abwechslungsreich. Die Charaktere sind nicht minder interessant, aber diesmal kann man sie hassen, lieben oder verachten... Ezio ist als Protagonist greifbar, man lernt ihn kennen, nicht nur als Assassinen, sondern auch als Bruder, Sohn, Frauenschwarm, Tunichtgut, Neffe, Freund. Das Spiel hat viel mehr Bezug auf die Hauptperson. Und dabei behält es die Stärken des Vorgängers bei (das Klettern bspw., Desmonds Rahmenhandlung). Hinzu kommen Nebenquests - endlich mal! Trotzdem bekommt man zu hören, AC3/B/R seien zu leicht, zu wenig herausfordernd und Ezio wäre kein richtiger Assassine, und man mag ihn nicht, weil Keks.
Ich fand AC1 nie schwer. Die Gegner-KI war einfach doof. So schnell, wie den Gegnern die Puste ausging, war die Flucht doch echt ein Witz, und als Gegner waren nur die gepanzerten Templer 'ne Gefahr. In der Ezio-Trilogie sind die Gegner auch mal so schlau, ein Versteck zu durchsuchen, und sie verfolgen dich länger. Und die Konterfähigkeit ist nicht mehr so übermächtig. Hattest du die mal in AC1 erlernt, konntest du praktisch nicht mehr getötet werden (es sei denn, du stellst dich sehr blöd an).
Also, warum finden viele Spieler den 1. Teil immer am besten?
Meine Erklärung ist relativ simpel: Auch wenn sie immer danach schreien, dass sie Entwicklung sehen wollen, wollen sie in Wahrheit gar keine. Sie wollen das selbe Spiel mit neuen Schauplätzen und neuer Handlung, aber alles andere soll gefälligst so bleiben wie sie es gewohnt sind.
Viele der Gründe, warum man den neuen Teil, den neuen Helden, das neue Interface etc. blöd findet sind nämlich bei genauer Betrachtung absolut lächerlich und an den Haaren herbei gezogen. Das kommt mir vor wie ein Alibigrund um nicht zugeben zu müssen: Es ist zu ungewohnt für mich! Damit komme ich nicht klar!
Traurig eigentlich...
Wie auch immer... das war's zu dem Thema von mir, erstmal.
My 5 Cents
Andauril
Montag, 19. November 2012
Who are you from? - I'm from Marysuetania!
Vielleicht hat's jemand im Titel herauslesen können, die Rede ist natürlich von jener Charakterpest, bekannt unter der "Marysueitis" oder dem "Mary Sue-Syndrom". Besonders anfällig dafür sind OCs in FFs, aber auch Canon Charaktere können davon betroffen sein (*hust* Bella Swan *hust*) oder Charaktere aus FAs (Freien Arbeiten).
Ich denke, wir sind uns alle einig darin, dass das Mary Sue Syndrom ein furchtbares Leiden ist, eine Krankheit, ein Geschwür... also etwas ganz und gar Abscheuliches, und dass wir nicht wollen, dass unsere sorgfältig erdachten OCs darunter zu leiden beginnen... Und doch hat so ziemlich jeder Autor zu Beginn seiner Schreiblaufbahn bestimmt die ein oder andere Sue produziert.
Ich bin da keine Ausnahme. Meine ersten beiden Storys - die ich gottseidank nie veröffentlicht habe! - strotzten nur so vor Sues. Die erste dieser beiden Storys war eine nie vollende FA, in der es darum ging, dass ein paar Mädchen und Jungs Dinosauriereier ausbrüten und sich mit den Babydinos anfreunden... äh ja, diese Kinder waren mordsmäßige Sues. Sie kamen super mit den Dinos zurecht, Fachwissen brauchten die nicht, das hatten die im Blut, sie wurden auch nicht von carnivoren Raubsauriern als Beute angesehen, oh nein... und bekamen auch keinen Ärger mit den Eltern, weil sie prähistorische Tierchen im Garten ausbrüteten, geschweigedenn dafür, dass sie Dinoeier aus einer Ausgrabungsstätte geklaut haben. Ok, damals war ich sehr jung, ich schätze, ungefähr 10 oder 11 Jahre alt, wer erwartet da ausgearbeitete Charakter und einen ausgereiften Plot? Trotzdem, so im Nachhinein gesehen... peinlich!
Die zweite FA war zumindest besser durchdacht. Ich war zu der Zeit enorm fasziniert vom alten Ägypten und ein wenig beeinflusst von einer Kinderserie namens "Papyrus" (kennt die noch wer?), ihr könnt euch denken, was dabei herauskam? Es war zumindest kein Replikat der Serie... aber ein wenig inspiriert davon. Grob gesagt ging es in jener FA um eine altägyptische Pharaonentochter (= Prinzessin), die sich als die Auserwählte der Göttin Bastet herausstellt und Bastats "Heilige Katze" vor dem bösen Chaosgott Seth retten soll. Die Prinzessin reist also durch halb Ägypten und landet auch mal in der Unterwelt bei Isis und Osiris, wo sich herausstellt, dass sie auch eng mit denen zu tun hat *hust*. Sie wird begleitet von einer Exsklavin und noch zwei anderen Typen, die im Rückblick irgendwie keine große Rolle in der Geschichte hatten abgesehen von der, der Prinzessin Mut zuzusprechen. Natürlich schafft die Prinzessin (sie war in der FA übrigens so 14 Jahre alt...) es natürlich, die Katze zu retten und besiegt Seth. Habe ich erwähnt, dass sie freundlich, wunderschön, gütig und klug ist? Und dass sie niemals falsch liegt, niemals scheitert? Und die Unterstützung ihrer Begleiter eigentlich gar nicht braucht? Äh... was eine Sue, muss ich im Nachhinein sagen. Aber ich war 13 oder 14 damals und... meine Sue war immer noch unsueiger als Bella Swan! *sich selbst beweihräuchert* Ich war bin 14 schon besser als Stephenie Meyer es heute ist... ok, kein großes Kunststück... wirklich nicht. Zurück zum Thema.
Jedenfalls, ich habe also Sues verbrockt in meiner Schreiblaufbahn. Sicher noch mehr als die bereits erwähnten Sues da oben.
Sues zu schreiben ist ganz normal... am Anfang! Peinlich wird's, oder schrecklich, oder demütigend, oder [hier Abscheu ausdrückenden Ausdruck einfügen], wenn einem das auch dann noch unterläuft, wenn man über das Sue-Stadium schon hinaus sein sollte.
Tja, gerade davor hatte ich eine Zeitlang eine riesige Angst. Und die ist immer noch nicht ganz verschwunden. Bei manchen meiner Charaktere (v.a. den weiblichen) sitzt mir diese Angst noch jetzt im Nacken, der Sue-Teufel sitzt an meinem Ohr und zischt "XY ist eine Sue, eine Sue!" hinein. Bei einigen meiner Charaktere bin ich mir ziemlich sicher, dass sie keine Sues sind. Z.B. meine Werwölfin Winona aus meiner FA "Mondbrut". Sie hat weder eine tragische Vergangenheit noch ist sie etwas herausragend besonderes in dem Sinne, dass das, was sie kann, kein anderer kann. Aber bei anderen Charakteren... oh je... also da sitzt mir die Angst doch auf den Schultern und lacht mich aus. Böse Angst! Meine erste "angenommene" Sue - Maraija Hawke. Die Gute war der weibliche HC einer FF, die ich mittlerweile wieder teilweise von FF.de genommen habe, weil ich hinter der Geschichte nicht mehr so recht stehen konnte. Gut, sie hatte nicht nur Stärken... aber trotzdem kommt sie mir heute sueig vor. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht weil sie eine absolut ungeeignete Anführerin ist und ihr trotzdem jeder Depp blindlings nachdackelt. Zumindest die eine Maraija-Version war so eine... ich glaube, ich war bei ihr so versessen darauf, einen Charakter zu schaffen, der nicht wie ein Übersue-Anführer-Typ wirkt oder sowas, dass ich mich verrannt habe... OK, sie war vielleicht eine Sue, aber wie komme ich darauf, zu befürchten, meine OC Marcia Fanelli aus meiner "Assassin's Creed 2"-FF könnte eine Sue sein?
Ok, Marcia war hübsch genug damit sie Ezios Interesse geweckt hat. Aber Attraktivität macht keine Sue. Und eigentlich glaube ich ja nicht, dass Marcia eine Sue ist. Warum also sitzt dieser Teufel immer noch auf meiner Schulter? Marcia hat genug negative Eigenschaften - sie ist beispielsweise egoistisch und es gibt sicher mutigere Frauen. Und sie kann sehr verletzend sein, auch absichtlich. Und auch wenn sie vielleicht mal Recht hat, man hört nicht auf sie, bzw. nicht immer. Es gibt genug Leute, die sie nicht mögen oder denen sie schlicht egal ist - und diese Leute sind nicht böse und müssen sowieso sterben. Ach ja, sie kann vielleicht mit ihrem Dolch kämpfen, versagt aber an jeder größeren Waffe, würde im Freerunning gegen Ezio gnadenlos abstinken und ist körperlich relativ schwach, wenn auch in guter Verfassung. Überfordert fühlt sie sich auch ab und an. Ok, alles in allem ist sie eig. kein klassischer Sue-Kanditat... oder? Warum also zum verdammten Teufel habe ich trotzdem Angst davor, sie könnte eine Sue werden?
Die Antwort ist, denke ich, erschreckend simpel. Die Angst eine Sue zu schreiben wird einem von allen Seiten vermittelt. Die berüchtigte Mary Sue taucht auf jeder Liste auf, die irgendwie zum Thema hat, was man nicht in einer FF/FA haben will etc. Ja, auch auf meiner eigenen... ich bekenne mich schuldig. Heutzutage lebt die Schreiberwelt ständig in der Angst vorm Mary Sue-Syndrom. Jeder Charakter, der irgendwo etwas besonderes, spezielles hat, gerät schon mal ins Visier. Kann er etwas besonderes, lernt er etwas schneller als andere, ist er irgendwo talentiert(er) - er gerät in Sue-Verdacht.
Und diese Angst hat auch mich infiziert.
Und da denke ich mir doch: Ist es nicht besser, wenn wir (da schließe ich mich selbst nicht aus) einfach unsere Klappe ein bisschen halten und nicht bei jedem begabten, schönen, beliebten Charakter "Mary Sue!!!" schreien? Wir setzen uns durch unsere Sue-Angst doch furchtbar unter Druck. Und am Ende verbrocken wir gerade durch eine Sue - weil wir krampfhaft versuchen, eine solche zu vermeiden.
Mary Sues zeichnen sich doch vor allem durch eins aus: Sie sind statisch. Sie verändern sich im Laufe der Handlung kein Stück, weil sie sowieso schon perfekt sind. Solange unsere OCs also eine Entwicklung durchmachen, ist die Gefahr, dass das Sues werden, eig. fast ausgeschlossen. (Ausnahmen gibt es immer).
So, das war's.
My 5 Cents
Andauril
Ich denke, wir sind uns alle einig darin, dass das Mary Sue Syndrom ein furchtbares Leiden ist, eine Krankheit, ein Geschwür... also etwas ganz und gar Abscheuliches, und dass wir nicht wollen, dass unsere sorgfältig erdachten OCs darunter zu leiden beginnen... Und doch hat so ziemlich jeder Autor zu Beginn seiner Schreiblaufbahn bestimmt die ein oder andere Sue produziert.
Ich bin da keine Ausnahme. Meine ersten beiden Storys - die ich gottseidank nie veröffentlicht habe! - strotzten nur so vor Sues. Die erste dieser beiden Storys war eine nie vollende FA, in der es darum ging, dass ein paar Mädchen und Jungs Dinosauriereier ausbrüten und sich mit den Babydinos anfreunden... äh ja, diese Kinder waren mordsmäßige Sues. Sie kamen super mit den Dinos zurecht, Fachwissen brauchten die nicht, das hatten die im Blut, sie wurden auch nicht von carnivoren Raubsauriern als Beute angesehen, oh nein... und bekamen auch keinen Ärger mit den Eltern, weil sie prähistorische Tierchen im Garten ausbrüteten, geschweigedenn dafür, dass sie Dinoeier aus einer Ausgrabungsstätte geklaut haben. Ok, damals war ich sehr jung, ich schätze, ungefähr 10 oder 11 Jahre alt, wer erwartet da ausgearbeitete Charakter und einen ausgereiften Plot? Trotzdem, so im Nachhinein gesehen... peinlich!
Die zweite FA war zumindest besser durchdacht. Ich war zu der Zeit enorm fasziniert vom alten Ägypten und ein wenig beeinflusst von einer Kinderserie namens "Papyrus" (kennt die noch wer?), ihr könnt euch denken, was dabei herauskam? Es war zumindest kein Replikat der Serie... aber ein wenig inspiriert davon. Grob gesagt ging es in jener FA um eine altägyptische Pharaonentochter (= Prinzessin), die sich als die Auserwählte der Göttin Bastet herausstellt und Bastats "Heilige Katze" vor dem bösen Chaosgott Seth retten soll. Die Prinzessin reist also durch halb Ägypten und landet auch mal in der Unterwelt bei Isis und Osiris, wo sich herausstellt, dass sie auch eng mit denen zu tun hat *hust*. Sie wird begleitet von einer Exsklavin und noch zwei anderen Typen, die im Rückblick irgendwie keine große Rolle in der Geschichte hatten abgesehen von der, der Prinzessin Mut zuzusprechen. Natürlich schafft die Prinzessin (sie war in der FA übrigens so 14 Jahre alt...) es natürlich, die Katze zu retten und besiegt Seth. Habe ich erwähnt, dass sie freundlich, wunderschön, gütig und klug ist? Und dass sie niemals falsch liegt, niemals scheitert? Und die Unterstützung ihrer Begleiter eigentlich gar nicht braucht? Äh... was eine Sue, muss ich im Nachhinein sagen. Aber ich war 13 oder 14 damals und... meine Sue war immer noch unsueiger als Bella Swan! *sich selbst beweihräuchert* Ich war bin 14 schon besser als Stephenie Meyer es heute ist... ok, kein großes Kunststück... wirklich nicht. Zurück zum Thema.
Jedenfalls, ich habe also Sues verbrockt in meiner Schreiblaufbahn. Sicher noch mehr als die bereits erwähnten Sues da oben.
Sues zu schreiben ist ganz normal... am Anfang! Peinlich wird's, oder schrecklich, oder demütigend, oder [hier Abscheu ausdrückenden Ausdruck einfügen], wenn einem das auch dann noch unterläuft, wenn man über das Sue-Stadium schon hinaus sein sollte.
Tja, gerade davor hatte ich eine Zeitlang eine riesige Angst. Und die ist immer noch nicht ganz verschwunden. Bei manchen meiner Charaktere (v.a. den weiblichen) sitzt mir diese Angst noch jetzt im Nacken, der Sue-Teufel sitzt an meinem Ohr und zischt "XY ist eine Sue, eine Sue!" hinein. Bei einigen meiner Charaktere bin ich mir ziemlich sicher, dass sie keine Sues sind. Z.B. meine Werwölfin Winona aus meiner FA "Mondbrut". Sie hat weder eine tragische Vergangenheit noch ist sie etwas herausragend besonderes in dem Sinne, dass das, was sie kann, kein anderer kann. Aber bei anderen Charakteren... oh je... also da sitzt mir die Angst doch auf den Schultern und lacht mich aus. Böse Angst! Meine erste "angenommene" Sue - Maraija Hawke. Die Gute war der weibliche HC einer FF, die ich mittlerweile wieder teilweise von FF.de genommen habe, weil ich hinter der Geschichte nicht mehr so recht stehen konnte. Gut, sie hatte nicht nur Stärken... aber trotzdem kommt sie mir heute sueig vor. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht weil sie eine absolut ungeeignete Anführerin ist und ihr trotzdem jeder Depp blindlings nachdackelt. Zumindest die eine Maraija-Version war so eine... ich glaube, ich war bei ihr so versessen darauf, einen Charakter zu schaffen, der nicht wie ein Übersue-Anführer-Typ wirkt oder sowas, dass ich mich verrannt habe... OK, sie war vielleicht eine Sue, aber wie komme ich darauf, zu befürchten, meine OC Marcia Fanelli aus meiner "Assassin's Creed 2"-FF könnte eine Sue sein?
Ok, Marcia war hübsch genug damit sie Ezios Interesse geweckt hat. Aber Attraktivität macht keine Sue. Und eigentlich glaube ich ja nicht, dass Marcia eine Sue ist. Warum also sitzt dieser Teufel immer noch auf meiner Schulter? Marcia hat genug negative Eigenschaften - sie ist beispielsweise egoistisch und es gibt sicher mutigere Frauen. Und sie kann sehr verletzend sein, auch absichtlich. Und auch wenn sie vielleicht mal Recht hat, man hört nicht auf sie, bzw. nicht immer. Es gibt genug Leute, die sie nicht mögen oder denen sie schlicht egal ist - und diese Leute sind nicht böse und müssen sowieso sterben. Ach ja, sie kann vielleicht mit ihrem Dolch kämpfen, versagt aber an jeder größeren Waffe, würde im Freerunning gegen Ezio gnadenlos abstinken und ist körperlich relativ schwach, wenn auch in guter Verfassung. Überfordert fühlt sie sich auch ab und an. Ok, alles in allem ist sie eig. kein klassischer Sue-Kanditat... oder? Warum also zum verdammten Teufel habe ich trotzdem Angst davor, sie könnte eine Sue werden?
Die Antwort ist, denke ich, erschreckend simpel. Die Angst eine Sue zu schreiben wird einem von allen Seiten vermittelt. Die berüchtigte Mary Sue taucht auf jeder Liste auf, die irgendwie zum Thema hat, was man nicht in einer FF/FA haben will etc. Ja, auch auf meiner eigenen... ich bekenne mich schuldig. Heutzutage lebt die Schreiberwelt ständig in der Angst vorm Mary Sue-Syndrom. Jeder Charakter, der irgendwo etwas besonderes, spezielles hat, gerät schon mal ins Visier. Kann er etwas besonderes, lernt er etwas schneller als andere, ist er irgendwo talentiert(er) - er gerät in Sue-Verdacht.
Und diese Angst hat auch mich infiziert.
Und da denke ich mir doch: Ist es nicht besser, wenn wir (da schließe ich mich selbst nicht aus) einfach unsere Klappe ein bisschen halten und nicht bei jedem begabten, schönen, beliebten Charakter "Mary Sue!!!" schreien? Wir setzen uns durch unsere Sue-Angst doch furchtbar unter Druck. Und am Ende verbrocken wir gerade durch eine Sue - weil wir krampfhaft versuchen, eine solche zu vermeiden.
Mary Sues zeichnen sich doch vor allem durch eins aus: Sie sind statisch. Sie verändern sich im Laufe der Handlung kein Stück, weil sie sowieso schon perfekt sind. Solange unsere OCs also eine Entwicklung durchmachen, ist die Gefahr, dass das Sues werden, eig. fast ausgeschlossen. (Ausnahmen gibt es immer).
So, das war's.
My 5 Cents
Andauril
Samstag, 17. November 2012
Abschied nehmen
Jetzt sind es bald nur noch 5 Tage und ich werde endlich auch - ich als PClerin konnte es ja nicht früher - Assassin's Creed III spielen. Ich freue mich riesig darauf. Ich freu mich auf das Wiedersehen mit Desmond, der mir über die vier vergangene AC-Teile echt ans Herz gewachsen ist. Ich freu mich darauf, Connor kennen zu lernen, der in sehr große Fußstapfen treten wird... besonders bei mir. Ich freu mich auf Connors alten Herrn, ich wurde darüber informiert, dass man erstmal einen Engländer namens Haytham Kenway spielt... der Connors Dad ist.
Aber... ach je... ich tue es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn "Hallo" zu Connor heißt gleichzeitig "Auf Wiedersehen" zu Ezio (nur "Auf Wiedersehen", weil ich Ezio nicht abschreiben werde, aber eben doch auf "Auf Wiedersehen", also ein Abschied, denn wir werden Ezio durch kein weiteres Spiel mehr begleiten). Und das fällt mir schon sehr schwer, weil Ezio sich in mein Herz geschlichen hat, und ich ihn mittlerweile mehr mit Assassin's Creed verbinde als seinen Vorgänger Altair Ibn La-Ahad.
Und dabei... was hatte ich es am Anfang schwer mit Ezio. Das Spiel war noch nicht mal raus, da fing ich schon an zu wettern. "Was? Assassinen in der Renaissance? Das kann nicht klappen!" "Was, die ersetzen Altair durch diesen Spacko Ezio...?" "Was, wir befinden uns nicht mehr in Masyaf, Jerusalum und Akkon, sondern in Italien? Das geht in die Hose!"
Ähm... ja... vor allem hatte ich die Befürchtung, dass Ezio ein übler, widerlicher Schleimling wird, weil in den PC-Zeitschriften geschrieben wurde, er wäre "ein Lebemann", "ein Frauenheld", ja sogar "Macho" und ich dachte mir so... "Alles klar, ein Prollo. Nein danke!"
Es kam, wie es kam, ich gab Ezio eine Chance, schließlich hatte ich ACI mit Begeisterung gespielt und freute mich auf ein Wiedersehen mit Desmond, außerdem war ACI ja mit einem fiesen Cliffhänger zuende gegangen...
Und was soll ich sagen? Ich habe mich in allen drei Punkten, die ich da oben genannt habe, so furchtbar geirrt. Assassin's Creed hat wunderbar in der Renaissance funktioniert. Es war so ein herrlich unverbrauchtes Szenario, und Firenze und Venezia haben mich sofort begeistert. Und Ezio... ihm habe ich da mit einem Anfangspessismus am meisten Unrecht getan, denn ich fand ihn schon von der ersten Ingame-Minute an toll... er ist nicht schleimig, sondern wirklich charmant und so herrlich... locker! Und er versteht Spaß. Und er hat Charisma. Und er redet mehr als Altair. Und man sieht ihn ohne Kapuze!
Kurz, er hat Altair in kürzester Zeit sowas von weggekickt, dass mir wirklich erstmals aufgefallen ist, wie mangel- und bruchstückhaft Altair im Vorgänger präsentiert wurde.
Als Ezio, noch ziemlich am Anfang des Spiels, aus der Menge hervorstürmt und schreit "The Auditore are not dead. I am still here. Me! Ezio Auditore da Firenze" war ich mitgerissen, ich habe den elenden Verräter Alberti angebrüllt - wirklich! - er soll abkratzen, als Ezio ihn abgestochen hat. Ich habe gelacht, als Maria ihrem etwas unbekümmerten Sohnemann sagte: "You should find an outlet" und er antwortete "I've plenty of outlets" und sie daraufhin absolut trocken "I've meant besides vaginas".
Kurzum, AC2 hat mich mitgerissen, was nicht zuletzt an den Charakteren, allen voran Ezio (dicht gefolgt von Leonardo da Vinci!) lag. So dass ich mich natürlich ungeheuer darüber gefreut habe, Ezio in Brotherhood wieder zu sehen. Und wir hatten erneut eine tolle Zeit zusammen, ebenso in Revelations - das ich aber sehr kurz fand, irgendwie spärlicher im Vergleich zu Brotherhood und AC2, auch wenn Ezio wieder mal klasse war ;)
Aber jetzt habe ich alle drei Ezio-Spiele durch. AC2 sogar mehrmals. Ich habe alle DLCs gespielt, die ich habe.
Und AC3 steht vor der Tür, ich kann fast schon den Postboten klopfen hören mit meinem Paket, und es heißt Abschied nehmen von Ezio Auditore da Firenze - dem Assassinen meines Herzens. Ich vermisse ihn schon jetzt, dabei HABE ich noch nicht eine Minute in AC3 verbracht.
Oh, ich bin sicher, ich werde AC3 lieben, und ich werde Connor sehr gerne haben. Das ganz bestimmt. Ich freue mich wahnsinnig auf das Spiel!
Aber ich glaube, kein Mensch auf der Welt wird mich daran hindern können, immer mal wieder nach Florenz und Rom zurückzukehren um einmal wieder mit Ezio über die italienischen Dächer und die Renaissance zu turnen. :)
I'm finished.
My 5 Cents
Andauril
Aber... ach je... ich tue es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn "Hallo" zu Connor heißt gleichzeitig "Auf Wiedersehen" zu Ezio (nur "Auf Wiedersehen", weil ich Ezio nicht abschreiben werde, aber eben doch auf "Auf Wiedersehen", also ein Abschied, denn wir werden Ezio durch kein weiteres Spiel mehr begleiten). Und das fällt mir schon sehr schwer, weil Ezio sich in mein Herz geschlichen hat, und ich ihn mittlerweile mehr mit Assassin's Creed verbinde als seinen Vorgänger Altair Ibn La-Ahad.
Und dabei... was hatte ich es am Anfang schwer mit Ezio. Das Spiel war noch nicht mal raus, da fing ich schon an zu wettern. "Was? Assassinen in der Renaissance? Das kann nicht klappen!" "Was, die ersetzen Altair durch diesen Spacko Ezio...?" "Was, wir befinden uns nicht mehr in Masyaf, Jerusalum und Akkon, sondern in Italien? Das geht in die Hose!"
Ähm... ja... vor allem hatte ich die Befürchtung, dass Ezio ein übler, widerlicher Schleimling wird, weil in den PC-Zeitschriften geschrieben wurde, er wäre "ein Lebemann", "ein Frauenheld", ja sogar "Macho" und ich dachte mir so... "Alles klar, ein Prollo. Nein danke!"
Es kam, wie es kam, ich gab Ezio eine Chance, schließlich hatte ich ACI mit Begeisterung gespielt und freute mich auf ein Wiedersehen mit Desmond, außerdem war ACI ja mit einem fiesen Cliffhänger zuende gegangen...
Und was soll ich sagen? Ich habe mich in allen drei Punkten, die ich da oben genannt habe, so furchtbar geirrt. Assassin's Creed hat wunderbar in der Renaissance funktioniert. Es war so ein herrlich unverbrauchtes Szenario, und Firenze und Venezia haben mich sofort begeistert. Und Ezio... ihm habe ich da mit einem Anfangspessismus am meisten Unrecht getan, denn ich fand ihn schon von der ersten Ingame-Minute an toll... er ist nicht schleimig, sondern wirklich charmant und so herrlich... locker! Und er versteht Spaß. Und er hat Charisma. Und er redet mehr als Altair. Und man sieht ihn ohne Kapuze!
Kurz, er hat Altair in kürzester Zeit sowas von weggekickt, dass mir wirklich erstmals aufgefallen ist, wie mangel- und bruchstückhaft Altair im Vorgänger präsentiert wurde.
Als Ezio, noch ziemlich am Anfang des Spiels, aus der Menge hervorstürmt und schreit "The Auditore are not dead. I am still here. Me! Ezio Auditore da Firenze" war ich mitgerissen, ich habe den elenden Verräter Alberti angebrüllt - wirklich! - er soll abkratzen, als Ezio ihn abgestochen hat. Ich habe gelacht, als Maria ihrem etwas unbekümmerten Sohnemann sagte: "You should find an outlet" und er antwortete "I've plenty of outlets" und sie daraufhin absolut trocken "I've meant besides vaginas".
Kurzum, AC2 hat mich mitgerissen, was nicht zuletzt an den Charakteren, allen voran Ezio (dicht gefolgt von Leonardo da Vinci!) lag. So dass ich mich natürlich ungeheuer darüber gefreut habe, Ezio in Brotherhood wieder zu sehen. Und wir hatten erneut eine tolle Zeit zusammen, ebenso in Revelations - das ich aber sehr kurz fand, irgendwie spärlicher im Vergleich zu Brotherhood und AC2, auch wenn Ezio wieder mal klasse war ;)
Aber jetzt habe ich alle drei Ezio-Spiele durch. AC2 sogar mehrmals. Ich habe alle DLCs gespielt, die ich habe.
Und AC3 steht vor der Tür, ich kann fast schon den Postboten klopfen hören mit meinem Paket, und es heißt Abschied nehmen von Ezio Auditore da Firenze - dem Assassinen meines Herzens. Ich vermisse ihn schon jetzt, dabei HABE ich noch nicht eine Minute in AC3 verbracht.
Oh, ich bin sicher, ich werde AC3 lieben, und ich werde Connor sehr gerne haben. Das ganz bestimmt. Ich freue mich wahnsinnig auf das Spiel!
Aber ich glaube, kein Mensch auf der Welt wird mich daran hindern können, immer mal wieder nach Florenz und Rom zurückzukehren um einmal wieder mit Ezio über die italienischen Dächer und die Renaissance zu turnen. :)
I'm finished.
My 5 Cents
Andauril
Mittwoch, 14. November 2012
Gute Gamer, schlechte Gamer oder "Früher war alles besser"?
Da gibt es schon seit einiger Zeit ein Thema, das wirklich sehr wichtig ist, vor allem, da ich alle naselang darauf stoße und es mir ständig anhören muss, und langsam kann ich mich da einfach nicht mehr zurückhalten, es geht schlicht und ergreifend nicht mehr.
In Gamerkreisen kennt man das doch sicher. Da gibt es "alte Hasen", die - verständlicherweise! - den Zeiten nachtrauern, in denen sich damals noch kleine Spieleschmieden hin setzen konnten und mit relativ geringem Kostenaufwand sehr große, sehr vielseitige Spiele herausbrachten. Zu dieser Zeit entstanden solche heute von diesen alten Hasen hochgelobten Spiele wie "Baldurs Gate" oder "Arcanum" oder "Fallout".
Nur ist mir eins sehr negativ aufgefallen... nämlich die Angewohnheit dieser "alten Hasen" die Spielerschaft grundsätzlich in zwei Gruppen aufzuteilen: Die Casualgamer und die "Elite" - wie ich es jetzt in Ermangelung einer besseren Bezeichnung nennen werde . Zur ersten Gruppe gehören unter anderem sowohl sämtliche Spieler, die beim Erscheinen von Baldurs Gate, Arcanum und Fallout noch zu jung warum, um deren Existenz zur Kenntnis zu nehmen, Hausfrauen mit wenig Zeit und/oder Kindern als Konsolenspieler. Zur Elite gehören die Spieler, denen es - sorry - einen Orgasmus verschafft sich durch 100 Seiten dicke Handbücher zu lesen bevor sie ein Spiel auch nur beginnen können und die grundsätzlich kein Spiel interessant genug finden, welches nicht ein 100-Seiten-starken Handbuch besitzt. Die "Elite" rühmt sich gerne damit, dass sie besonders anspruchsvolle Spieler sind. Diese Elite betrachtet Casualgamer, insbeondere Konsolenspieler, als das pure Böse und den Grund dafür, warum man heute keine 100-Seiten-starken Handbücher mehr zu lesen braucht, um ein Spiel spielen zu können. Weil für die Casualgamer, insbesondere Konsolenspieler, ja immer alles super einfach gemacht werden müsse.
Ehrlich... ich lese das so oft, überall wird gemeckert und sich beschwert. Früher sei ja alles besser gewesen. Die Spiele sahen zwar grotte aus, waren aber noch voller Visionen, voller Möglichkeiten, und du hast deinen Kopf noch benutzen müssen, weil die Kämpfe bockschwer waren und du auf jedes noch so kleine Detail hast achten müssen...
Ähm ja, man liest es jedenfalls, so oder so ähnlich, in sämtlichen Spieleforen irgendwann früher oder später.
Und ehrlich: Es nervt. Dieses Elitedenken nervt. Diese herablassende Haltung gegenüber Konsolenspielern nervt. Diese Haltung, an allem was neu ist grundsätzlich herumkritteln zu müssen, nervt. Die Angewohnheit, alte Titel maßlos zu verklären und in den Spieleolymp zu heben, nervt.
Es ist irgendwann nur noch diskrimierend. Man sieht nicht mehr die guten Seiten, nur das schlechte.
Ja, die Spieler sind heutzutage leichter geworden. Die Steuerung ist intuitiver, du musst nicht mehr das D&D-Regelwerk verstehen können, du brauchst nicht mehr zehn Tasten zu traktieren um eine einzelne Wand hochzukommen. Hallelujah, sage ich da!
Natürlich haben die heutigen Spiele auch ihre Schwächen. Ich finde es ja auch schade, dass in den meisten heutigen RPGs jeder Charakter gleich behandelt wird. Und vielleicht sind heutige Spieler auch ungeduldiger geworden. Aber die heutige Spielerschaft ist auch viel größer. Heutzutage spielen nicht nur mehr Mega-Nerds und Computerfreaks (überspitzt gesagt) PC-Spiele, sondern auch normale Menschen mit einem Vollzeitjob und verhältnismäßig wenig Zeit. Man kann solchen Leuten doch nicht abverlangen, dass sie erst mal 5 Stunden das 100-Seiten-Handbuch durchackern müssen, um das Spiel zu verstehen!
Und dass die meisten Spiele heutzutage plattformübergreifend, also auch für die Konsole erscheinen, ja dass die Konsolen XBox 360 und PS3 sogar marktführend geworden sind, hat für die PC-Spieler doch auch ihr Gutes. Früher durfte man sich alles halbe Jahr den Computer aufrüsten, weil die alte Hardware für die neuen Spiele nicht mehr ausreichte. Heutzutage - dank der Konsole! - kann man mit derselben Hardware gut 3 Jahre problemlos und ohne große Einschränkungen in Performance und Grafik spielen.
Hallelujah, noch einmal. Denn das schont nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel.
Und überhaupt, was soll dieses Herumgehacke auf den Konsolenspielern? Es ist einfach diskrimierend und grenzt für mich fast schon an Cybermobbing. Nur weil BG2 nicht auf Konsole erschienen ist (oder irre ich mich da?), und die Konsolenspieler so nie in den Genuss dieses Spiels kamen (wenn sie nicht auch noch einen PC besitzen und zum Spielen nutzen), sind sie also "Spieler zweiter Klasse" oder was? Anspruchslose Couchpotatoes, denen man alles so einfach wie möglich machen muss, weil sie ja keinen Ehrgeiz und keine Ausdauer besitzen, geschweige denn Grips? ES REICHT! Die PC-Spieler wollen ja auch nicht als sabbernde, stinkende Nerds bezeichnet werden, warum also dieser... ja, dieser Hass muss man fast sagen, auf Konsolenspieler? Es nervt mich so sehr, ich könnte schreien.
Ich spiele standardmäßig am PC. Und ich habe trotzdem niemals daran gedacht, mich deswegen für einen besseren Spieler zu halten.
Dieses Elitedenken ist, um es klar zu sagen, scheiße! Wir PCler sind nicht bessere, würdigere und klügere Spieler als die Konsoleros, weil wir vor einem Computerbildschirm statt vor einem Fernseher unsere Spiele spielen!
My 5 Cents
Andauril
In Gamerkreisen kennt man das doch sicher. Da gibt es "alte Hasen", die - verständlicherweise! - den Zeiten nachtrauern, in denen sich damals noch kleine Spieleschmieden hin setzen konnten und mit relativ geringem Kostenaufwand sehr große, sehr vielseitige Spiele herausbrachten. Zu dieser Zeit entstanden solche heute von diesen alten Hasen hochgelobten Spiele wie "Baldurs Gate" oder "Arcanum" oder "Fallout".
Nur ist mir eins sehr negativ aufgefallen... nämlich die Angewohnheit dieser "alten Hasen" die Spielerschaft grundsätzlich in zwei Gruppen aufzuteilen: Die Casualgamer und die "Elite" - wie ich es jetzt in Ermangelung einer besseren Bezeichnung nennen werde . Zur ersten Gruppe gehören unter anderem sowohl sämtliche Spieler, die beim Erscheinen von Baldurs Gate, Arcanum und Fallout noch zu jung warum, um deren Existenz zur Kenntnis zu nehmen, Hausfrauen mit wenig Zeit und/oder Kindern als Konsolenspieler. Zur Elite gehören die Spieler, denen es - sorry - einen Orgasmus verschafft sich durch 100 Seiten dicke Handbücher zu lesen bevor sie ein Spiel auch nur beginnen können und die grundsätzlich kein Spiel interessant genug finden, welches nicht ein 100-Seiten-starken Handbuch besitzt. Die "Elite" rühmt sich gerne damit, dass sie besonders anspruchsvolle Spieler sind. Diese Elite betrachtet Casualgamer, insbeondere Konsolenspieler, als das pure Böse und den Grund dafür, warum man heute keine 100-Seiten-starken Handbücher mehr zu lesen braucht, um ein Spiel spielen zu können. Weil für die Casualgamer, insbesondere Konsolenspieler, ja immer alles super einfach gemacht werden müsse.
Ehrlich... ich lese das so oft, überall wird gemeckert und sich beschwert. Früher sei ja alles besser gewesen. Die Spiele sahen zwar grotte aus, waren aber noch voller Visionen, voller Möglichkeiten, und du hast deinen Kopf noch benutzen müssen, weil die Kämpfe bockschwer waren und du auf jedes noch so kleine Detail hast achten müssen...
Ähm ja, man liest es jedenfalls, so oder so ähnlich, in sämtlichen Spieleforen irgendwann früher oder später.
Und ehrlich: Es nervt. Dieses Elitedenken nervt. Diese herablassende Haltung gegenüber Konsolenspielern nervt. Diese Haltung, an allem was neu ist grundsätzlich herumkritteln zu müssen, nervt. Die Angewohnheit, alte Titel maßlos zu verklären und in den Spieleolymp zu heben, nervt.
Es ist irgendwann nur noch diskrimierend. Man sieht nicht mehr die guten Seiten, nur das schlechte.
Ja, die Spieler sind heutzutage leichter geworden. Die Steuerung ist intuitiver, du musst nicht mehr das D&D-Regelwerk verstehen können, du brauchst nicht mehr zehn Tasten zu traktieren um eine einzelne Wand hochzukommen. Hallelujah, sage ich da!
Natürlich haben die heutigen Spiele auch ihre Schwächen. Ich finde es ja auch schade, dass in den meisten heutigen RPGs jeder Charakter gleich behandelt wird. Und vielleicht sind heutige Spieler auch ungeduldiger geworden. Aber die heutige Spielerschaft ist auch viel größer. Heutzutage spielen nicht nur mehr Mega-Nerds und Computerfreaks (überspitzt gesagt) PC-Spiele, sondern auch normale Menschen mit einem Vollzeitjob und verhältnismäßig wenig Zeit. Man kann solchen Leuten doch nicht abverlangen, dass sie erst mal 5 Stunden das 100-Seiten-Handbuch durchackern müssen, um das Spiel zu verstehen!
Und dass die meisten Spiele heutzutage plattformübergreifend, also auch für die Konsole erscheinen, ja dass die Konsolen XBox 360 und PS3 sogar marktführend geworden sind, hat für die PC-Spieler doch auch ihr Gutes. Früher durfte man sich alles halbe Jahr den Computer aufrüsten, weil die alte Hardware für die neuen Spiele nicht mehr ausreichte. Heutzutage - dank der Konsole! - kann man mit derselben Hardware gut 3 Jahre problemlos und ohne große Einschränkungen in Performance und Grafik spielen.
Hallelujah, noch einmal. Denn das schont nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel.
Und überhaupt, was soll dieses Herumgehacke auf den Konsolenspielern? Es ist einfach diskrimierend und grenzt für mich fast schon an Cybermobbing. Nur weil BG2 nicht auf Konsole erschienen ist (oder irre ich mich da?), und die Konsolenspieler so nie in den Genuss dieses Spiels kamen (wenn sie nicht auch noch einen PC besitzen und zum Spielen nutzen), sind sie also "Spieler zweiter Klasse" oder was? Anspruchslose Couchpotatoes, denen man alles so einfach wie möglich machen muss, weil sie ja keinen Ehrgeiz und keine Ausdauer besitzen, geschweige denn Grips? ES REICHT! Die PC-Spieler wollen ja auch nicht als sabbernde, stinkende Nerds bezeichnet werden, warum also dieser... ja, dieser Hass muss man fast sagen, auf Konsolenspieler? Es nervt mich so sehr, ich könnte schreien.
Ich spiele standardmäßig am PC. Und ich habe trotzdem niemals daran gedacht, mich deswegen für einen besseren Spieler zu halten.
Dieses Elitedenken ist, um es klar zu sagen, scheiße! Wir PCler sind nicht bessere, würdigere und klügere Spieler als die Konsoleros, weil wir vor einem Computerbildschirm statt vor einem Fernseher unsere Spiele spielen!
My 5 Cents
Andauril
Dienstag, 13. November 2012
Gegen Mobbing Statements im Profil
Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll... aber mir gefällt dieser unterschwellige Vorwurf nicht, den man unter diesen Statements liest, a la "Nur Leute mit Herz setzen so was in ihr Profil, alle anderen finden Mobbing ok".
Nein, tun sie nicht. Zumindest bei mir ist das so. Ich finde nur, dass es in meinem FF.de-Profil ums Schreiben gehen sollte, um meine Identität als Hobbyautoren. Ich benutze mein FF.de-Profil um Leute, die vielleicht drauf klicken, darüber zu informarieren was sie bei mir zu lesen bekommen werden und was mit Sicherheit nicht, um sie über kommende und aktuelle Projekte zu informieren.
Deswegen poste ich keine "Gegen-Mobbing-Statements" auf meinem Profil - sie haben nichts mit meiner Identität als Hobbyautorin, nichts mit dem Schreiben zu tun.
Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen wie es ist, gemobbt zu werden, und diese Zeit war die schlimmste Zeit meines Lebens, ich habe wochenlang in der Schule gefehlt und hatte eine Heidenangst, das Schulgelände zu betreten. Psychisch derart fertig gemacht zu werden ist eine traumatische, grauenhafte Erfahrung und die wünsche ich niemandem, absolut niemandem, nicht mal Leuten, die ich nicht ausstehen kann!
Daher stört mich der Vorwurf, den man so häufig unter solchen Anti-Mobbing-Statements wie diesem hier findet:
! Read it !
Das Mädchen das du fett genannt hast? Sie starb an einer Überdosies Diätpillen... Das Mädchen das du hässlich genannt hast? Sie brauchte Stunden für Makeup, weil sie hoffte, dass Menschen sie dann mögen.
Den Jungen, den du ausgegrenzt hast? Er wurde genug daheim misshandelt. Siehst du den Mann mit den hässlichen Narben? Er kämpfte für seine Heimat.
Der Junge über den du dich lustig gemacht hast, weil er weinte? Seine Mutter ist tot.
Poste das in deinem Status wenn du gegen Mobbing bist. Ich glaube 95% von euch werden das nicht posten, aber ich bin mir sicher, dass meine Freunde die ein Herz haben, das Posten werden!
Ich finde es wunderbar, wenn Leute so ein Statement setzen, und richtig. Aber ich benutze mein FF.de-Profil nicht für solche Statements, und das ist der einzige Grund, warum man bei mir so etwas nicht finden wird, und nicht, weil ich Mobbing "gar nicht so schlimm" finde, denn es ist schlimm, ich habe es am eigenen Leib erfahren.
My 5 Cents
Andauril
Nein, tun sie nicht. Zumindest bei mir ist das so. Ich finde nur, dass es in meinem FF.de-Profil ums Schreiben gehen sollte, um meine Identität als Hobbyautoren. Ich benutze mein FF.de-Profil um Leute, die vielleicht drauf klicken, darüber zu informarieren was sie bei mir zu lesen bekommen werden und was mit Sicherheit nicht, um sie über kommende und aktuelle Projekte zu informieren.
Deswegen poste ich keine "Gegen-Mobbing-Statements" auf meinem Profil - sie haben nichts mit meiner Identität als Hobbyautorin, nichts mit dem Schreiben zu tun.
Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen wie es ist, gemobbt zu werden, und diese Zeit war die schlimmste Zeit meines Lebens, ich habe wochenlang in der Schule gefehlt und hatte eine Heidenangst, das Schulgelände zu betreten. Psychisch derart fertig gemacht zu werden ist eine traumatische, grauenhafte Erfahrung und die wünsche ich niemandem, absolut niemandem, nicht mal Leuten, die ich nicht ausstehen kann!
Daher stört mich der Vorwurf, den man so häufig unter solchen Anti-Mobbing-Statements wie diesem hier findet:
! Read it !
Das Mädchen das du fett genannt hast? Sie starb an einer Überdosies Diätpillen... Das Mädchen das du hässlich genannt hast? Sie brauchte Stunden für Makeup, weil sie hoffte, dass Menschen sie dann mögen.
Den Jungen, den du ausgegrenzt hast? Er wurde genug daheim misshandelt. Siehst du den Mann mit den hässlichen Narben? Er kämpfte für seine Heimat.
Der Junge über den du dich lustig gemacht hast, weil er weinte? Seine Mutter ist tot.
Poste das in deinem Status wenn du gegen Mobbing bist. Ich glaube 95% von euch werden das nicht posten, aber ich bin mir sicher, dass meine Freunde die ein Herz haben, das Posten werden!
Ich finde es wunderbar, wenn Leute so ein Statement setzen, und richtig. Aber ich benutze mein FF.de-Profil nicht für solche Statements, und das ist der einzige Grund, warum man bei mir so etwas nicht finden wird, und nicht, weil ich Mobbing "gar nicht so schlimm" finde, denn es ist schlimm, ich habe es am eigenen Leib erfahren.
My 5 Cents
Andauril
Also... erstmal, erwartet nicht zu viel von mir, ich mache das erstmal Just for Fun und weil ich einige Dinge loswerden muss, glaube ich. Kann also durchaus sein, dass dieser Blog als mein emotionaler Mülleimer "missbraucht" werden wird, but... wayne?
Mein Kopf ist schlicht zu klein für all meine Gedanken, die zerreißen mich sonst noch, kennt das einer? Bitte melden, wer es kennt, ich wüsste es gern. Sehe ich da einige Leute vorm Monitor nicken? Haha! Ich wusste, wir verstehen uns.
Es gibt einfach einige Themen, zu denen ich meine 5 Cents abgeben muss, also... frisch ans Werk. Und nicht wundern, falls der eine oder andere Beitrag leicht wirr, sinnlos oder banal werden sollte. Emotionaler Mülleimer, remember my words?
Das nur mal als Warnung ;)
My 5 Cents,
Andauril
Mein Kopf ist schlicht zu klein für all meine Gedanken, die zerreißen mich sonst noch, kennt das einer? Bitte melden, wer es kennt, ich wüsste es gern. Sehe ich da einige Leute vorm Monitor nicken? Haha! Ich wusste, wir verstehen uns.
Es gibt einfach einige Themen, zu denen ich meine 5 Cents abgeben muss, also... frisch ans Werk. Und nicht wundern, falls der eine oder andere Beitrag leicht wirr, sinnlos oder banal werden sollte. Emotionaler Mülleimer, remember my words?
Das nur mal als Warnung ;)
My 5 Cents,
Andauril
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